Stadt will Poststraße neu gestalten

Stephanie Weltmann

Stadtmitte.  Wie war das doch gleich? Aller guten Dinge sind drei? In der alten Oberhausener Mitte jedenfalls ist die dritte Begutachtung der Baumkommission von vier Platanen jetzt der Auslöser gewesen, dass gleich das komplette, viel befahrene Straßenstücke zwischen Hauptpost und Amtsgericht überplant wird.

Dezernentin Sabine Lauxen sagte kürzlich zu, dass die Poststraße zwischen Concordia- und Gerichtsstraße in einen geplanten Gestaltungswettbewerb aufgenommen werde. In diesem Wettbewerb sollen sich Experten mit der Fläche und Umgebung der früheren, mittlerweile abgerissen Justizvollzugsanstalt (JVA) an der Poststraße auseinandersetzen. Lauxen will den Planungsabschnitt für diesen Gestaltungswettbewerb nun über die JVA-Fläche hinaus auch auf die Poststraße erweitern. Die Alt-Oberhausener Politik stimmte dem zu.

Damit unterstützte die Bezirksvertretung einen Antrag der Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Zustande gekommen war dieser, wie Marc Hoff (FDP) berichtete, nach einer wiederholten Diskussion in der Baumkommission. „Die Stoag will Platanen an der Poststraße fällen, um einen barrierefreien Ausbau der Bauhaltestelle zu ermöglichen.“ Die Baumkommission sei auch bei der dritten Begehung immer noch dagegen gewesen, weil die Bäume vital seien. Zudem gebe es an dieser viel befahrenen Stelle ganz andere Probleme: Aus Sicht der Koalition ist die Verkehrsführung für Linksabbieger von der Poststraße in Fahrtrichtung Gerichtsstraße missverständlich und ein potenzieller Gefahrenpunkt. Ausbuchtungen an der Straße, die früher als Bussteige oder Parkstreifen genutzt worden seien, verschenkten heute Raum. „Deshalb brauchen wir ein Konzept für diesen Bereich“, sagte Hoff.

Forderungen der Koalition: Der abgepollerte Bereich des Seitenstreifens in Fahrtrichtung Friedensplatz solle umgestaltet, ein Schutzstreifen für Radfahrer ausgewiesen werden. Beim barrierefreien Ausbau der Bussteige sollten die Bäume möglichst erhalten bleiben. Zwei Planungen seien dabei zu berücksichtigen, sagte Hoff: die Entwicklung der derzeit zum größten Teil leerstehenden Hauptpost und des früheren JVA-Geländes.