Stadt bewirbt sich als Ideenfabrik um Fördergelder

Knapp ein Jahr haben Menschen in der ganzen Stadt ihre Köpfe zusammengesteckt: Kinder und Erwachsene, Künstler und Forscher, Unternehmer und Verwaltungsfachleute haben diskutiert, Ideen gesammelt und verworfen, um eine Vision für Oberhausen zu finden. Nun steht der Leitspruch fest, mit dem sich die Stadt um Fördergelder in Millionenhöhe beim Bundesforschungsministerium bewerben will: „Ideenfabrik Oberhausen – da geht was“.

Unter diesem Leitsatz will sich die Stadt gegen 51 andere deutsche Städte durchsetzen. Sie alle stehen im Wettstreit um Visionen 2030 – ein mehrstufiger Ideenwettbewerb, an dessen Ende acht Kommunen Fördergelder zum Umsetzen ihrer Vision bekommen. Oberhausen hatte sich 2014 für die erste Stufe qualifiziert und vom Bund 35 000 Euro fürs Ideenentwickeln erhalten. Partner wurde das Forschungsinstitut Fraunhofer Umsicht mit Sitz in der Neuen Mitte.

Für Planungsdezernentin Sabine Lauxen steckt in der Marke „Ideenwerkstadt Oberhausen“ der Blick nach vorn: „Wir sind uns bewusst, was mal war, erkennen, was wir gerade tun, um weiterzukommen, und schauen nach vorn zu dem, was wir noch tun können.“ Oberhausen sei eine Stadt, „in der es sich lohnt, etwas zu initiieren“ – ob Kunstprojekte, Firmen oder Initiativen.

Entstanden ist der Slogan über mehrere Stufen letztlich aus Ideen bei einem Bürgerworkshop. Mehrere Dutzend Bürger, Politiker und Stadtakteure haben über Schwerpunkte ihrer Zukunftsvision diskutiert. Soll das Grün im Vordergrund stehen oder der Tourismus, das Sportvereinswesen? Entschieden haben sich die Teilnehmer fürs Kreative, das sie aber nicht auf Kunst und Kultur beschränken wollten. „Es geht um eine Stadt, die nicht stehen bleibt, sondern aus sich etwas macht“, fasst Lauxen zusammen.

Die Verwaltungsspitze habe dem Slogan bereits ihren Segen gegeben. Bis Ende des Monats soll dazu ein Video erarbeitet werden, das am 29. April im Theater Oberhausen allen Interessierten vorgestellt wird. Mit der schriftlichen Bewerbung geht es dann nach Berlin. Wann Oberhausen Bescheid bekommt, ob die Stadt zu den 20 Kommunen gehört, die ihre Visionen weiterentwickeln dürfen, das sei noch nicht bekannt, sagt Sabine Lauxen.

 
 

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