SPD sieht Schulentwicklungsplan als Startschuss zur Diskussion

SPD-Fraktions-Chef Wolfgang Große Brömer hofft auf eine Beteiligung der Oberhausener Bürger in der Diskussion um die geplanten Schulschließungen.
SPD-Fraktions-Chef Wolfgang Große Brömer hofft auf eine Beteiligung der Oberhausener Bürger in der Diskussion um die geplanten Schulschließungen.
Foto: Ulla Emig wazfotopool

Oberhausen. In der aktuellen Diskussion um die geplanten Schulschließungen meldet sich die SPD-Fraktion zu Wort: Die Vorlage sei ein „Startschuss für eine ergebnisoffene Diskussion über die Zukunft der Bildungslandschaft in Oberhausen. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich an diesem Dialog zu beteiligen“, sagt Fraktions-Chef Wolfgang Große Brömer.

Allein zwischen 2005 und 2015 gehe die Zahl der Erstklässler um rund 600 Schüler zurück, dadurch fehlten etwa 25 Eingangsklassen. Da gebe es dringenden Handlungsbedarf, ein einfaches „Weiter so“ sei unmöglich. „Angesichts dieser Zahlen ist es unumgänglich, einzelne Schulstandorte aufzugeben“, meint auch Stefan Zimkeit, schulpolitischer Sprecher der SPD.

Keine einzige Schule werde dabei aus finanziellen Gründen geschlossen, so Zimkeit weiter. „Es geht ausschließlich darum, gute Voraussetzungen für die pädagogische Arbeit vor Ort zu schaffen.“

Ganztag ausweiten

Ziel sei es, flächendeckend wohnortnahe Schulen zu erhalten, „wir können es nicht dem Zufall überlassen, welche Schulen schließen müssen.“

Großen Wert lege die Partei darauf, die Vorlage nicht auf die Schulschließungen zu beschränken, so Große Brömer. Die Vorschläge „reichen von der Ausweitung des Ganztages über die Entwicklung der regionalen Bildungslandschaft und der Schulsozialarbeit bis zum Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe.“

Schwerpunkte lägen dabei sowohl auf der Inklusion von Schülern mit Behinderung als auch darauf, „die städtischen Fördermaßnahmen für Schulen zu einem Unterstützungssystem für Schulen mit besonderen Problemlagen“ zu bündeln. Das heißt: Schulen mit „schwierigen Rahmenbedingungen“ sollen zukünftig mehr Hilfe von der Stadt bekommen.

 
 

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