SPD nominiert Vöpel, Zimkeit und Bongers

Sie kandidieren für die SPD, v. li.: Stefan Zimkeit (Landtagswahlkreis Oberhausen-Sterkrade/Dinslaken), Sonja Bongers (Landtagswahlkreis Alt-Oberhausen und Osterfeld) sowie Dirk Vöpel (Bundestagswahlkreis Oberhausen/Dinslaken).
Sie kandidieren für die SPD, v. li.: Stefan Zimkeit (Landtagswahlkreis Oberhausen-Sterkrade/Dinslaken), Sonja Bongers (Landtagswahlkreis Alt-Oberhausen und Osterfeld) sowie Dirk Vöpel (Bundestagswahlkreis Oberhausen/Dinslaken).
Foto: Funke Foto Services
Partei hat ihre Kandidaten für die Wahlen zum Bundes- und zum Landtag gewählt. Dirk Vöpel fordert eine strategische Alternative zur Großen Koalition.

Oberhausen.. Die Oberhausener Dirk Vöpel, Stefan Zimkeit und Sonja Bongers kandidieren für die SPD bei den Wahlen zum Bundestag und zum Landtag im kommenden Jahr. Vöpel, der seit 2013 den Wahlkreis Oberhausen/Dinslaken in Berlin vertritt, erhielt 92 Prozent der Delegiertenstimmen, Zimkeit, Landtagsabgeordneter für Oberhausen-Sterkrade/Dinslaken, 96 Prozent und Sonja Bongers, die für den nicht mehr angetretenen Wolfgang Große Brömer das Landtagsmandat Alt-Oberhausen/Osterfeld holen möchte, ebenfalls 96 Prozent. Gegenkandidaten gab es bei der Delegiertenversammlung am Dienstag in der Luise-Albrecht-Halle keine.

In seinem Eingangsstatement hatte Vöpel, der auch Vorsitzender der SPD in Oberhausen ist, auf die miesen Umfragewerte der SPD auf Bundesebene hingewiesen und nach den Ursachen gefragt. Nur ein Teil der Antwort besteht für den 45-Jährigen in der Juniorrolle der Partei innerhalb der Großen Koalition, in der die SPD zwar sehr Vieles durchgesetzt habe, das aber letzten Endes der Wähler der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zugute schreibe.

Politik „Aus meiner Sicht gibt es aber noch einen weitaus unangenehmeren Teil der Antwort: Laut jüngster Umfragen trauen nur noch 32 Prozent der Bürger der SPD Kompetenz in Fragen der sozialen Gerechtigkeit zu.“ Dies sei ein alarmierender Wert, aus dem die Sozialdemokratie schnell die richtigen Schlüsse ziehen müsse. Sonst werde die Trendwende nicht gelingen.

Fehler von 2013 nicht wiederholen

Beifall erhielt er für die Bemerkung, die SPD dürfe spätestens nach der nächsten Bundestagswahl „nicht mehr den politischen Blutspender für die Union abgeben“. Ohne die Grünen und die Linke zu nennen, forderte Vöpel eine strategische Alternative zur Großen Koalition, die der SPD auch wieder eine realistische Kanzlerperspektive eröffne. „Wir sollten auf keinen Fall den Fehler von 2013 wiederholen und bestimmte Konstellationen von vorneherein unter Quarantäne stellen.“

Steuergerechtigkeit, Bekämpfung der Steuerhinterziehung und „das Austrocknen von Steueroasen“ sei ein Markenzeichen der NRW-Finanzpolitik, meinte Stefan Zimkeit (52) in seiner von Beifall unterbrochenen Rede. Vom Bund forderte er deutlich mehr Geld für die Länder und Kommunen bei der Finanzierung der Flüchtlingsaufnahme. Als finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion werde er sich weiterhin für Zukunftsinvestitionen in Bildung, Kommunen und Infrastruktur stark machen.

Neuling Sonja Bongers (40) will sich unter anderem des Thema Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit annehmen. Das müsse mehr gemacht werden, erklärte Bongers der Versammlung.

 
 

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