So feiert sich das neue Centro drei Tage lang selbst

Der Centro-Anbau kurz vor der Fertigstellung. Am Donnerstag, 27. September, wird der Anbau mit 17.000 Quadratmetern Netto-Verkaufsfläche eröffnet.
Der Centro-Anbau kurz vor der Fertigstellung. Am Donnerstag, 27. September, wird der Anbau mit 17.000 Quadratmetern Netto-Verkaufsfläche eröffnet.
Foto: Ulla Emig WAZFOTOPOOL
Das Centro öffnet am Donnerstag mit einer Netto-Verkaufsfläche von 90.000 Quadratmetern: Mit verlängerten Öffnungszeiten, Gewinnspielen und 19 Modenschauen feiert das Einkaufszentrum drei Tage lang die Eröffnung seines Erweiterungsbaus. Bei den Händlern in den Stadtteilen sind die Sorgen groß.

Oberhausen. Noch fahren Baumaschinen hin und her, noch streichen, lackieren und schleifen Handwerker im Inneren – doch an diesem Donnerstagmorgen um 10 Uhr wird das um fast ein Fünftel vergrößerte neue Centro fürs Publikum eröffnet.

„Das ist derzeit sehr spannend, aber wir schaffen es: Das wird eine Punktlandung“, sagt Centro-Sprecher Jens Knetsch.

Anderthalb Jahre Bauzeit für Glaspalast am Mitteldom

Mit auf zwölf Stunden verlängerten Öffnungszeiten, Gewinnspielen um Smartphones und Ipad3-Tablet-Computer sowie 19 Modenschauen feiert das Centro Oberhausen dann drei Tage lang die Eröffnung des Erweiterungsbaus. In gut anderthalb Jahren hat das Centro-Management den neuen Glaspalast am Mitteldom errichten lassen: Das Einkaufszentrum vergrößert sich damit um 17.000 Quadratmeter Netto-Verkaufsfläche auf knapp 90 000 Quadratmeter. Investiert wurden von den Centro-Eigentümern Edwin Healey und dem kanadischen Pensionsfonds CPPIB inklusive Erneuerungen der Infrastruktur über 90 Millionen Euro – es handelt sich damit um die größte Einzelinvestition in Oberhausen seit Jahren.

Das Centro baut damit seine Vormachtstellung vor allem bei Bekleidungsartikeln in Nordrhein-Westfalen aus: Künftig bieten insgesamt 220 Geschäfte neben Elektronik, Spielwaren, Büchern und Haushaltsartikeln hauptsächlich Textilien an – 21 Markenläden kommen hinzu. Mit dem auf drei Stockwerken Mode anpreisenden neuen Ankermieter Peek&Cloppenburg erhofft sich das Centro, künftig auch verstärkte ältere Kunden ins Einkaufszentrum zu locken.

Nachbarstädte klagten gegen Centro-Erweiterung 

Viele Sterkrader, Osterfelder und Alt-Oberhausener Einzelhändler sehen die Entscheidung zur weiteren Ausdehnung des Centros äußerst kritisch. Die Oberhausener Nachbarstädte haben die vom Rat abgesegnete Genehmigung zur Vergrößerung des Centros 2004 sogar auf dem Klageweg zu verhindern versucht – aus Angst vor Abzug kaufkräftiger Kunden aus ihren Fußgängerzonen. Erfolglos: Die obersten Verwaltungsrichter sahen keinen Grund, den Erweiterungsbau zu untersagen.

Die Stadtspitze um Oberbürgermeister Klaus Wehling hat das Centro mit seinen jährlich 22 Millionen Besuchern stets unterstützt.

Mit NRW-Bauminister Michael Groschek und Centro-Miteigentümer Paul Healey wird Wehling das traditionelle Eröffnungsband am Donnerstag durchschneiden. Bei der Grundsteinlegung im Januar 2011 hatte Wehling gesagt: „Dies ist ein wichtiges Signal für die Stadt. Unser Centro bleibt so für alle anderen Einkaufszentren das Maß aller Dinge.“

 
 

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