Schmachtendorfer wollen keine Straßenbahn ins Ortszentrum

Schmachtendorf..  In der Diskussion um Bus- und Bahn-Anbindungen in dieser Stadt fordern Interessenvertreter aus Schmachtendorf einen Ausbau der Buslinien nach Holten. Zugleich lehnen sie die von der Nahverkehrstochter Stoag vorgeschlagenen Erweiterung der Straßenbahn nach Schmachtendorf ab.

„Viele Menschen aus Holten kommen nach Schmachtendorf, weil sie hier zum Arzt gehen“, sagt Andreas Schwanke, Vorsitzender der Interessengemeinschaft IGS. Der Nahverkehr nach Holten sei in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgefahren worden. „Die Verbindung muss besser werden.“ Unnötig sei es hingegen, eine zusätzliche Verbindung mit der Straßenbahn von Schmachtendorf über Sterkrade in die Neue und alte Mitte zu schaffen. „Wir haben zwei Schnellbus-Linien, die diesen Weg fahren. Eine Straßenbahn brauchen wir nicht.“

Rainer Frintrop, zweiter IGS-Vorsitzender, gibt zu bedenken, dass mit dem Ausbau der Straßenbahn lange Bauarbeiten und somit auch Verkehrsbehinderungen für die Schmachtendorfer verbunden seien. Auch treibt die Kaufleute die Sorge um, dass mit dieser Bahn mehr Kunden abtrünnig und lieber in die Neue Mitte fahren würden.

Die Stoag hatte den Ausbau der Straßenbahn ab Sterkrade-Neumarkt (derzeit Endstation für die Bahn 112) über Steinbrink-, Weseler- und Schmachtendorfer Straße als ein Projekt für einen Bedarfsplan des Landes angemeldet. Wird es in diesen Plan aufgenommen, könnte der Ausbau gefördert werden.

 

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