Rot-Grün für neue Autobahn-Abfahrt

Das Gewerbegebiet Waldteich soll besser angeschlossen werden.
Das Gewerbegebiet Waldteich soll besser angeschlossen werden.
Foto: www.blossey.eu
SPD und Grüne werden bereits am 30. September in der Ratssitzung ihr 26-Punkte-Programm zur Stadtentwicklung vorlegen.

Oberhausen.. Im Rahmen ihres 26-Punkte-Plans zur künftigen Stadtentwicklung wollen SPD und Grüne einerseits die Wirtschaft in Oberhausen stärker fördern und andererseits Belastungen für Umwelt und Bürger mindern. Schon am 30. September wollen sie ihr Konzept mit Arbeitsaufträgen an die Rathaus-Verwaltung im Rat vorlegen.

Dazu zählt die Weiterentwicklung des Gewerbegebietes an der Straße „Im Waldteich“, das bisher noch weitgehend Brachfläche ist. Ein einseitiger Anschluss über die Landstraße L 215 zur Autobahn A 3 soll die Attraktivität des Geländes im Oberhausener Norden erhöhen. Dabei sollen die Anwohner in Biefang und Holten auch von dem bisherigen Lärm entlastet werden: So müssten die Lkw nicht mehr wie bisher ihren Weg zur Autobahn durch die angrenzenden Wohnsiedlungen nehmen.

Ein zusätzlicher Schwerlastverkehr dürfe nicht zu weiteren Belastungen der hiesigen Bürger führen, setzen SPD und Grüne in ihrem Stadtentwicklungs-Antrag fest. Der Autobahnanschluss wird von ihnen als unabdingbar für einen effektiven Lärmschutz angesehen.

Zoff um das Gewerbegebiet

Als Vorbild für die wirtschaftliche Entwicklung des Gewerbegebietes zum „grünen Gewerbegürtel“ dient das nur wenige Meter südlich liegende Gebiet „Im Erlengrund“, das sich sehr zügig mit interessanten Mittelständlern füllte.

Die Oberhausener CDU-Ratsfraktion begrüßt die Pläne für das Gewerbegebiet „Im Waldteich“. „Es war schließlich originär unser Antrag, dort eine Auffahrt umzusetzen. Damals wurde er allerdings mit den Stimmen der SPD abgelehnt“, gibt CDU-Fraktionsgeschäftsführer Hannes Fritsche an.

Zoff um das Gewerbegebiet gab es 2008 und 2009 mit einer Bürgerinitiative, als die „Thyssen-Krupp-Materials“ mit hohem Logistik-Bedarf dort angesiedelt werden sollte.

Damals forderten Anwohner aus Lärmschutzgründen einen solchen Anschluss, die SPD setzte jedoch im Rat der Stadt die Ansiedlung von „Thyssen-Krupp-Materials“ mit den Stimmen der CDU ohne eine Autobahn-Andienung durch. Unerwartet scheiterte später die Umsetzung des Vorhabens: Thyssen-Krupp zog seine Pläne für das Gelände zurück.

Gibt es einen zweiten Frühling für die Marktstraße? Nach dem Willen von Rot-Grün soll die Stadt Gespräche mit dem Eigentümer des dortigen P&C-Gebäudes aufnehmen.

Das seit langem leer stehende Haus in unmittelbarer Nähe des Kaufhof-Gebäudes soll reaktiviert und zu einem „herausragenden Baukomplex“ für die Innenstadt gestaltet werden.

 
 

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