Psychisch Kranker sticht Senior in Fußgängerzone Messer in den Rücken

Die Marktstraße in Oberhausen. In der innerstädtischen Fußgängerzone stach der psychisch Kranke auf einen 64-Jährigen ein.  Ein mutiger zeuge konnte den Täter entwaffnen und festsetzen. Archivbild: Ulla Emig / WAZ FotoPool
Die Marktstraße in Oberhausen. In der innerstädtischen Fußgängerzone stach der psychisch Kranke auf einen 64-Jährigen ein. Ein mutiger zeuge konnte den Täter entwaffnen und festsetzen. Archivbild: Ulla Emig / WAZ FotoPool
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Ein psychisch kranker Mann hat einem 64-Jährigen in der Fußgängerzone der Innenstadt am Montag unvermittelt mit einem Messer in den Rücken gestochen und Passanten in Angst und Schrecken versetzt. Ein Zeuge – ein Kampfsportler – konnten den Täter überwältigen.

Oberhausen. Ein psychisch kranker Gewalttäter hat einem 64-jährigen Mann am Montagmittag in der Oberhausener Fußgängerzone aus heiterem Himmel ein Messer in den Rücken gerammt und die Passanten in Angst und Schrecken versetzt.

Die Marktstraße in der Innenstadt um 12.35 Uhr: Der 64-Jährige steht vor einem Schaufenster und schaut sich die Auslagen an. Ohne jegliche Vorwarnung stürzt sich ein Mann auf ihn und versetzt ihm einen Stich in den Rücken. Der Täter setzt seinen Weg nach der Attacke in Richtung Düppelstraße fort, als sei nichts geschehen. Das Messer hält er immer noch in der Hand. Ein Paar, das die Tat aus einiger Entfernung beobachtet hat, informiert sofort die Polizei. Während sich die Frau um den Verletzten kümmert und andere Passanten vor dem Mann warnt, folgt ihr Lebensgefährte dem Messerstecher. In einem günstigen Moment schlägt der couragierte ausgebildete Wing-Tsun-Kampfsportler dem Täter das Messer aus der Hand und hält ihn bis zum Eintreffen der Polizei auf dem Boden fest.

Opfer nicht in Lebensgefahr

Die Beamten nahmen den 39-jährigen Täter fest. „Durch sein couragiertes Einschreiten hat der Zeuge vermutlich einen weiteren Angriff auf andere Passanten verhindert“, erklärt Polizeisprecherin Monika Friske.

Der schwer verletzte 64-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Dort verbleibt er stationär. Es besteht keine Lebensgefahr.

Der psychisch kranke Täter wurde im Gesicht leicht verletzt. Nach der ambulanten Behandlung im Krankenhaus brachten ihn die Polizisten in das Polizeigewahrsam. Der Haftrichter ordnete die einstweilige Unterbringung in einer forensischen Klinik an.