Precobs sagt Einbruchsorte voraus

Kann man künftige Tatorte von Einbrechern voraussagen? Die vom Oberhausener Institut für musterbasierte Prognosetechnik (IfmPt) entwickelte Software Precobs kann das, und zwar mit einer Vorhersagegenauigkeit von bis zu 80 Prozent. Dafür gab es jetzt beim bundesweiten und von der Deutschen Bank unterstützten Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ eine Auszeichnung.

Precobs wird bereits an sieben in- und ausländischen Polizeibehörden im Einsatz (u.a. München, Mittelfranken, Zürich, Aargau), Planungen gibt es für Stuttgart und Umgebung. „Der Erfolg ist nachweisbar“, sagt Geschäftsführer Thomas Schweer. Die Auswertung der Ergebnisse hat das neutrale Max-Planck-Institut vorgenommen. „Während in Gesamtbayern die Einbruchszahlen um 30 Prozent stiegen, gingen sie in München um 30 Prozent zurück.“ Wie funktioniert Precobs? Polizeibeamte geben die Daten von Tatort, Tatzeit, Beute und Vorgehensweise der Täter ein. Da Einbrecher in der Regel Wiederholungstäter sind und meistens planvoll vorgehen, können zukünftige Tatortgebiete errechnet werden. In ihnen sind dann mehr Polizisten im Einsatz, was Täter abschreckt oder aber mehr Festnahmen ermöglicht.

Die 15 Mitarbeiter von IfmPt denken aber noch weiter: Sie planen eine Anwendung für das Delikt „Diebstahl aus Kraftfahrzeugen“. Auch für „Diebstahl von Kraftfahrzeugen“ könnte Precobs erweitert und modifiziert werden.

 
 

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