Portugiesische Küche bereichert Oberhausener Imbiss

Die junge Existenzgründerin Ana Particia Rodrigues Pereira hat im Juni Marias Grill übernommen und bietet dort portugiesische Spezialitäten an.
Die junge Existenzgründerin Ana Particia Rodrigues Pereira hat im Juni Marias Grill übernommen und bietet dort portugiesische Spezialitäten an.
Foto: Funke Foto Services
  • Gebürtige Portugiesin stand mit zwölf Jahren zum ersten Mal hinter der Theke
  • Mit einer eigenen Gastronomie hat sich die Oberhausenerin ihren Traum verwirklicht
  • Das Image eines kleinen Imbisses soll sich zu dem eines Restaurants entwickeln

Oberhausen. Mit zwölf Jahren stand sie zum ersten Mal hinter der Theke und bediente die Kunden – in einer Eisdiele. Seit Juni führt Ana Patricia Rodrigues Pereira in Sterkrade „Marias Grill“. Als junge Existenzgründerin mit portugiesischen Spezialitäten.

„Es war immer schon mein Traum, selbst ein Restaurant zu leiten“, erzählt die Portugiesin. Die Hälfte ihres Lebens hat sie bereits in der Gastronomie gearbeitet. Und das mit gerade einmal 25 Jahren. Seit fünf Jahren lebt sie in Deutschland, hat ihren Platz in Alt-Oberhausen gefunden. Dort war sie wie schon in ihrem Heimatland in der Gastronomie beschäftigt.

Startkapital von 10.000 Euro

Anfang 2016 wagte Rodrigues Pereira den Schritt in die Selbstständigkeit. „Ich habe anfangs gedacht, dass ich mit 5000 Euro auskomme. Doch es waren schnell 10.000 Euro, die ich aufbringen musste“, erzählt die Oberhausenerin. Dadurch, dass sie in Marias Grill zu einem großen Teil die Einrichtung übernommen hat, sparte sie sich weitere Kosten. Sonst hätte sie wohl 30.000 Euro ausgeben müssen für den Standort, den sie im April durch Zufall entdeckt hatte. Als sie mit ihrem Verlobten Yury Eduardo Vera Vera auf der Weseler Straße spazieren ging, fiel ihr der Imbiss sofort ins Auge. „Genau so etwas wollte ich haben“, sagt die junge Gastronomin.

Wenig später war genau dieser Imbiss zur Verpachtung angeboten. Einzige Bedingung: auch der alte Name sollte übernommen werden. An der Theke im vorderen Bereich bleibt’s bei der Imbiss-Atmosphäre. „Wir können hier beides gut miteinander verbinden“, plant die Pächterin, die sich in Zukunft gerne vergrößern würde. Ideen stehen schon, doch sie wartet das Geschäft ab. „Wir gehen aber nicht zu schnell in die Offensive, das wäre ein Fehler und mit Risiko verbunden“, erklärt ihr Verlobter.

Wichtig ist es beiden, dass Marias Grill sich unter dem alten Namen neuen Kunden öffnet. Im zweiten Monat hat sich die Zahl der Kunden schon verdoppelt. Portugiesen aus Nachbarstädten sind vorbeigekommen. Auch Gäste, die in Portugal Urlaub machen. „Für sie möchte ich alles geben. Ich möchte den Einsatz bringen, den ich selbst erwarte, wenn ich ein Restaurant besuche“, betont Rodrigues Pereira.

Wichtig ist ihr auch, alle Gerichte selbst zuzubereiten. Mit Hilfe ihrer Mitarbeiterin, die zertifizierte Köchin ist. Auf der Karte stehen natürlich auch typisch portugiesische Gerichte. So darf der Stockfisch, ein sehr beliebtes Produkt in Portugal, nicht fehlen. Aber auch Hähnchenbrust oder als Vorspeise eine Gaspacho-Gemüsesuppe gibt’s an der Weseler Straße. Unter den Nachspeisen findet sich süßer Honigkuchen.

Eine Herausforderung ist es nun, das Image des Imbisses zu dem eines portugiesischen Restaurants zu wandeln. Und mit Qualität die eigene Existenz zu sichern. Denn die Portugiesin möchte noch lange hinter der Theke stehen.

 
 

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