Popschlager-Sänger Jörg Bausch fühlt sich in Oberhausen wie im Kino

Dirk Hein
Kopfkino für Popschlager-Fans: Jörg Bausch in der König-Pilsener-Arena Oberhausen.
Kopfkino für Popschlager-Fans: Jörg Bausch in der König-Pilsener-Arena Oberhausen.
Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen. Manche Träume sollte man sich besser selber erfüllen: Popschlager-Sänger Jörg Bausch gehört zu den Pragmatikern des Genre. Daher lud der Sänger am Samstag in die König-Pilsener-Arena ein: Sein fünftes Solokonzert feiert er mit 5000 Fans wie eine Familiensause - größer denn je.

Für die Erfüllung seines Traums hat Jörg Bausch ordentlich gewirbelt. Plakate selbst geklebt. Und die Werbetrommel gerührt. Sein Fazit: „Das ist wirklich Wahnsinn!“ Der gebürtige Essener und gelernte Fleischer ist im Popschlagergeschäft in die Bundesliga aufgestiegen. In Oberhausen, wo bereits Michael Wendler mit Solokonzerten in der Arena populär wurde, fühlt er sich wohl - trat vorher in der Luise-Albertz-Halle und zuletzt in der Turbinenhalle auf. Doch die Halle wurde zu klein. Die Kapazität von 3500 Zuschauer war zu gering für die Ziele des Schlagersängers.

Fans feiern Bausch-Konzert wie eine Party

Die Arena ist verkleinert - mit 5000 Anhängern zudem nicht ausverkauft. Aber die Fans feiern das Konzert wie eine Party. „Kopfkino“ heißt die neue CD - und Motive aus der Traumfabrik ziehen sich durch das gesamte Konzert. Denn: „Großes Kino“ heißt eine seiner bekanntesten Nummern. Und genau dieses Stück wollen die Fans hören. Lautstark. Am besten in einer Endlosschleife.

Doch zunächst hämmern neuere Stücke mit nachhaltigem Bass auf die Feiergemeinde ein. Eine Band benötigt Bausch nicht. Dafür zappelt eine Tanzgruppe über das Parkett. Feuersäulen steigen empor. Popschlager sind nichts für Momente des Innehaltens. Jörg Bausch versucht es trotzdem, setzt sich ans Piano, spielt seine bekanntesten Stücke wie „Tornado“ und „Dieser Flug“. Den Fans gefällt es.

Eine Spaßveranstaltungen mit Fanplakaten und Klatsch-Spielen. Auch der Überraschungsauftritt von Wolfgang Petrys Sohn Achim entzückt die Menge. Erst recht als dieser die Hits seines Vaters anspielt: „Hölle, Hölle, Hölle!“

Da hören die Fans auch über den Umstand hinweg, dass die Akustik zu Beginn des Konzertes eher verrauscht als verbauscht ist.