Polizei zieht nach Korso von Hochzeitsgesellschaft Bilanz

Einer der Teilnehmer des Korso filmte die Verkehrsverstöße und stellt das Video bei Youtube ein.
Einer der Teilnehmer des Korso filmte die Verkehrsverstöße und stellt das Video bei Youtube ein.
Foto: Andreas Bartel/Funke Foto Services
97 Ordnungswidrigkeitenverfahren und drei Strafanzeigen sind die Bilanz eines ausgearteten Korso einer Hochzeitsgesellschaft durch Oberhausen.

Oberhausen/Mülheim. Nach einem völlig aus dem Ruder gelaufenen Autokorso einer Hochzeitsgesellschaft quer durch Oberhausen hat die Polizei eine Bilanz gezogen. Nach dem Abschluss der Ermittlungen warten auf 53 Beteiligte drei Strafanzeigen und 97 Ordnungswidrigkeitenverfahren. Die Strafanzeigen, die wegen Nötigung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen eines Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet worden sind, gehen an die Staatsanwaltschaft. Mit den Ordnungswidrigkeiten wird sich die Bußgeldstelle der Stadt Oberhausen befassen.

Die Gäste einer Hochzeitsgesellschaft waren vor rund einem Monat mit hochwertigsten Fahrzeugen in Zweier- und Dreierreihen durch die Stadt gefahren und hatten dabei auch Kreuzungen blockiert und Straßenzüge dicht gemacht. Die Tour dokumentierte einer der Teilnehmer in einem mehrminütigen Video, das kurzfristig bei Youtube hochgeladen worden war und so von der Polizei gesichert werden konnte. Auch wenn die Auswertung des gesamten Filmmaterials sehr zeitaufwendig war, brachte sie den Ermittlern unzählige konkrete Beweise für verschiedenste Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Rote Ampeln, Vorfahrtregelungen, Benutzung von Sicherheitsgurten - um all dies scherten sich die Autofahrer bei dem Korso wenig.

Nach der Veröffentlichung des Vorfalls gingen bei den Ermittlern zahlreiche Hinweise von Zeugen und Betroffenen auch über die sozialen Medien ein. Die 53 ermittelten Autofahrer müssen nach Polizeiangaben nun mit einem teils saftigen Bußgeldbescheid rechnen, einige Hochzeitsgäste dürften nun auch um ihren Führerschein bangen müssen. Die Verantwortlichen der drei Straftaten müssen mit noch empfindlicheren Konsequenzen rechnen.

 
 

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