Polizei hat auffällige Fans im Auge

Im Vorfeld des als Sicherheitsspiel eingestuften Regionalliga-Derbys zwischen Rot-Weiß Oberhausen und Rot-Weiss Essen am Sonntag im Niederrhein-Stadion hat die Polizei vorgesorgt: „Gegenüber bereits durch Gewaltdelikte auffällig gewordenen Personen haben wir Gefährdeansprachen ausgesprochen“, sagt Polizei-Sprecher Axel Deitermann. Heißt: In der Vergangenheit auffällig gewordene Anhänger bekamen Besuch von der Polizei. „Die Beamten machen dann klar, dass sie unter besonderer Beobachtung stehen und was ihnen droht, wenn sie sich erneut falsch verhalten“, sagt Deitermann. Auch wurden gegenüber Einzelnen „Bereichsbetretungsverbote“ ausgesprochen. „Um Gewaltdelikte zu verhindern, dürfen bestimmte Personen gewisse Bereiche nicht betreten“, sagt der Sprecher. Das Aufeinandertreffen von gewaltbereiten Fangruppen soll so verhindert werden. Wie bei jedem Spiel werde die Polizei zudem die Gästefans am Hauptbahnhof in Empfang nehmen und zum Stadion leiten. „Wir rechnen mit vielen Fans und sind dementsprechend aufgestellt.“

Pyrotechnik gezündet

Hintergrund für die Vorsorge der Polizei sind nicht zuletzt die Ausschreitungen beim Hinspiel der beiden Klubs in Essen. Dort gingen rivalisierende Gruppen aufeinander los, im Stadion wurde Pyrotechnik gezündet. Bilder, die beide Vereine nicht noch einmal sehen wollen.

„Sportliche Rivalität ja, Gewalt nein“, sagt auch Thorsten Binder, Sicherheitsbeauftragter und Vorstandsmitglied von RWO. Die Ordnertruppe im und rund ums Stadion wurde ordentlich aufgestockt, alle Mitarbeiter werden explizit geschult – gerade was die Kontrolle von Problemfans beim Einlass angeht. „Das sind Leute, die wollen Pyrotechnik schmuggeln und nutzen jeden Trick. Darauf müssen die Ordner vorbereitet sein. Auch wenn man nie alles abfangen kann, wir tun alles, um das nicht hinnehmen zu müssen.“ Für alle Fans hat Binder einen Rat: „Frühzeitig anreisen.“ Ab zwölf Uhr ist das Stadion geöffnet – dann bleibt noch Zeit für eine Stadionwurst.

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