Oberhausener zog es wieder zur Marina

Die weißen Yachten verschwinden fast zwischen den Menschenmassen: Voll war’s beim Hafenfest.
Die weißen Yachten verschwinden fast zwischen den Menschenmassen: Voll war’s beim Hafenfest.
Foto: FUNKE Foto Services
  • Zum fünften Mal fand das Hafenfest an der Heinz-Schleußer-Marina statt
  • Allein zur Kanalparty mit Feuerwerk am Samstag kamen über 2000 Menschen
  • Glücksräder waren bei vielen gefragt, weil es etwas zu gewinnen gab

Oberhausen.. Pünktlich zum fünften Hafenfest war es am Sonntag wieder da, das knackige Sommerwetter. Tausende Menschen zog es folglich im Laufe des Sonntags zur Marina, wo es reichlich zu essen und zu trinken sowie Unterhaltung für Groß und Klein gab. Stefan Zimkeit, der Aufsichtsratsvorsitzende der Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM), eröffnete das Hafenfest am Vormittag.

Freilich dauerte es am Vormittag einige Zeit, bis die Menschen in Scharen zur Marina strömten. Dort konnten sie entweder gemütlich direkt am Kanalufer sitzen und bei einem Getränk dabei zusehen, wie die Ruderer mit den Binnenschiffen mithielten. Oder sie konnten am angeschütteten Strand, vom Liegestuhl aus, dem Unterhaltungsprogramm lauschen, das über die Bühne ging. Zum Auftakt stimmte dort der Shanty-Chor Oberhausen die Besucher auf Hafenatmosphäre ein.

„Ich nehme mir die Zeit, damit meine Mutter noch etwas mitbekommt“, berichtete eine Frau, die ihre im Rollstuhl sitzende Mutter zur Marina gebracht hatte. Dort nahmen die Frauen nach einem Bummel einen Imbiss ein. „Ich freue mich darauf, die Musik zu hören. Muss sein, gehört zur Freude am Leben“, erklärte die alte Dame.

Am Mittag hatten zunächst die Imbissstände gut zu tun, zum Beispiel die beiden Frauen, die Poffertjes anboten, die kleinen niederländischen Pfannkuchen. Ein Mann lehnte mit einem Eis am Zaun des Hafens.

Schlangen vor den Glücksrädern

Neugierig musterte eine Yachtbesitzerin das Treiben, die mit ihrem Luxusboot aus Hamburg gerade in der Marina einlief. Während ihr Mann steuerte, stand sie mit dem Tau in der Hand an Deck.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr wartete man noch auf Interesse am ausgestellten Löschfahrzeug. Ein Junge, der mit seinem Großvater auf der benachbarten Bank Platz genommen hatte, blickte lieber gebannt auf sein Smartphone. Und die vier kleinen Kinder, die vorbei kamen, wurden von zwei lebenden Maskottchen eines Sportcenters abgelenkt, die Flyer verteilten. Kurz danach stürmten sie die Wiese hinauf zu den Hüpfburgen.

Bei der DLRG ließen Mädchen sich Glitzer-Tattoos auf die Arme malen. Dort bereitete man sich außerdem auf eine Tauchaktion als besondere Attraktion des fünften Hafenfestes vor.

Vor den zahlreichen Glücksrädern standen vor allem Erwachsene mit Kindern Schlange, wenn es dabei etwas zu gewinnen gab, zum Beispiel am Stand von Sea Life. Von einer Bank aus beobachtete ein älteres Ehepaar das Geschehen. „Wir waren schon voriges Jahr hier. Dass es so schön würde, war nach dem Regen am Samstag nicht zu erwarten“, erklärte der Mann.

Da hatten die Veranstalter nach einem Sturzregen Sorge um die Kanalparty, mit der das Fest begann. Es kamen aber doch über 2000 Besucher, die sogar Eintritt für Oldie-Musik und Feuerwerk bezahlten.

 
 

EURE FAVORITEN