Oberhausener starten auf zwei Rädern in den Frühling

Die neue Motorradsaison steht vor der Tür:  Biker sollten sich und ihre Maschine auf die erste Ausfahrt des Jahres gut vorbereiten.
Die neue Motorradsaison steht vor der Tür: Biker sollten sich und ihre Maschine auf die erste Ausfahrt des Jahres gut vorbereiten.
Foto: picture alliance / dpa-tmn
Mit den ersten wärmeren Tagen starten viele Oberhausener in die Motorradsaison. Nach der Winterpause gibt es aber auch einiges zu beachten.

Oberhausen.. Spätestens, wenn auf dem Kalender „Frühlingsanfang“ steht, werden viele Motorradfreunde unruhig. Dann beginnen sie schon mal, ihre Zweiräder startklar zu machen und hoffen – wie wir alle – dass die Ausflugssaison bald beginnt.

Das merkt auch Heiner Gangfuss, Besitzer des Yamaha Zentrums Rhein-Ruhr West. Im Verkauf und in der Reparatur haben er und sein Team momentan alle Hände voll zu tun. Ihm fällt auf: „In letzter Zeit kommen deutlich mehr junge Leute.“ Für sie seien besonders Roller und Leichtkrafträder interessant. „Generell ist Motorradfahren aber altersübergreifend. Die Kundschaft ist gut gemischt.“

In seiner Freizeit schwingt sich Gangfuss auch selbst aufs Bike – wenn auch selten in Oberhausen. „Motorradfahren macht da Spaß, wo es viele Kurven gibt. Die haben wir hier in Oberhausen nicht.“ Er sei deshalb gerne am Niederrhein oder südlich von Essen unterwegs.

Nach der Winterpause das Gefühl wieder wecken

Eine größere Anzahl von Kunden zum Start der Motorradsaison kann Wolfgang Orth in seiner Fahrschule nicht verzeichnen. Sie verteilten sich gleichmäßig übers Jahr, erklärt der Oberhausener. Einzige Ausnahme: der Winter. Dann nämlich unterbricht der Fahrlehrer die Zweiradausbildung aus Sicherheitsgründen. In der Motorradausbildung treffe er nur noch selten auf junge Leute. „Meistens sind es Erwachsene, die sich ihren Traum verwirklichen. Das ist natürlich auch eine Kostenfrage.“ Anders sähe es beim Mofa-, Roller- und A1-Führerschein aus, der zum Führen von Leichtkrafträdern berechtigt. „Diese Führerscheine wollen die meisten jungen Leute machen, weil man sie früher als den Autoführerschein machen darf und dann mobiler ist.“

Zurzeit sind in Oberhausen 9164 Motorräder zugelassen. Auffällig: Der Großteil davon, 8326, sind ganzjährig angemeldet.

Aber vor allem den Motorradfans, die monatelang ausgesetzt haben, rät Polizeisprecher Axel Deitermann, es erstmal langsam angehen zu lassen: „Nach der langen Winterpause muss das Gefühl fürs Motorrad wieder geweckt werden. Zu Saisonbeginn heißt es besonders vorsichtig und defensiv fahren.“ Auch sollten Zweiradfahrer nicht nur auf das eigene Verhalten achten, sondern mit dem Fehlverhalten anderer rechnen. „Schauen Sie lieber doppelt und dreifach! Motorräder haben keine Knautschzonen“, mahnt der Polizeihauptkommissar. Geeignete Schutzkleidung und ein geprüfter Helm schützen, wenn es doch mal zu einem Sturz komme. Und nicht nur menschliches Fehlverhalten berge Risiken: „Spuren des Winters auf der Straße, wie Schlaglöcher und Schmutz, können ebenfalls gefährlich werden.“

Motorradfreunde starten in die Saison

Die Technik des Zweirads sollte vor der ersten Fahrt selbstverständlich kontrolliert werden. Torsten Bartz, Leiter der TÜV-Station Oberhausen 1, weiß um die häufigsten Mängel bei Motorrädern: „Die Lichttechnik ist häufig betroffen. Vor allen Dingen aber ist der Luftdruck oft zu niedrig. Normalerweise sollte er gute zwei Bar betragen“, erklärt Bartz. Nach dem Winter rät er Motorradbesitzern daher, besonders auf den Luftdruck und auf den generellen Zustand der Reifen zu achten. „Auch sollte die Beleuchtung kontrolliert werden. Und in dem Zusammenhang ebenso die Batterien.“ Im Winter würden sich die Batterien aufgrund der Temperatur und des Stillstands oft entladen.

Für alle, die nicht gerne allein unterwegs sind: Am Sonntag, 3. April, starten die Christlichen Motorradfreunde Osterfeld in die Saison: Um 10 Uhr ist Treffen am Bero-Zentrum, um 11 Uhr startet der Korso, um 13 Uhr bildet der Gottesdienst in der Auferstehungskirche den traditionellen Auftakt der Saison.

 

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