Oberhausener SPD-OB-Kandidat rudert los

Und (fast) alle rudern mit: Wahlkampf-Start der Ampelkoalition auf dem Kanal mit Apostolos Tsalastras (Mitte).
Und (fast) alle rudern mit: Wahlkampf-Start der Ampelkoalition auf dem Kanal mit Apostolos Tsalastras (Mitte).
Foto: Funke Foto Services
Die Oberhausener Sozialdemokraten sind im Wahlkampfmodus – und ihr Kandidat Apostolos Tsalastras verkündet gute Nachrichten.

Oberhausen..  Politiker lieben bekanntlich maritime Symbole („Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt es einen, der die Sache regelt und das bin ich“, Ex-FDP-Chef Westerwelle) – und so griff Apostolos Tsalastras, Oberbürgermeister-Kandidat von SPD, Grünen und FDP, beim offiziellen Wahlkampfauftakt am Sonntag auf dem Kanal am Kaisergarten zum Ruder.

Mit FDP-Chefin Regina Boos, Grünen-Fraktionschefin Regina Wittmann und vielen Helfern paddelte der nun auch öffentlich nur noch „Posto“ genannte Tsalastras im Drachenboot zum Rednerpult. „Das ist der Beweis, das wir gemeinsam anpacken können“, rief der Kämmerer anlässlich seines frischen Wahlkampf-Mottos „Posto packt’s an! – Kampf um Kohle“ ins Mikro. Und stellte klar, wer die Sache regelt: „Wenn es mal nicht läuft, muss einer den Takt angeben, dann kann man das Ziel erreichen.“

Geld soll in Bildung gesteckt werden

Wie es sich im Wahlkampf gehört, hat die 23-köpfige SPD-Ratsfraktion auch schon zuvor während ihrer Klausurtagung in Trier ihren Oberbürgermeister-Kandidaten nach vorne geschoben – und viele gute Nachrichten produziert.

So konnte Tsalastras der Öffentlichkeit ein 24-Millionen-Investitionsprogramm für 2015 bis 2018, vom Bund bezahlt, verkünden. „Ich will das Geld vor allem in Bildung stecken und die Qualität unserer Schulen und Kindergärten verbessern“, sagte Tsalastras.

Auch wenn das Geld aus dem neuen Bundes-Fördertopf für arme Kommunen nur für die Bausubstanz eingesetzt werden darf, so ergeben sich dadurch für die Stadt Spielräume – um etwa die Computerausstattung in Schulen zu verbessern. 2100 der 2400 Schulcomputer sind über fünf Jahre alt – und sollen durch Laptops und W-Lan-Richtfunk ersetzt werden. Unter vorheriger Beteiligung der Schulen sollen noch 2015 testweise eine weiterführende Schule und eine Grundschule als Pilotschulen mit neuer Technik ausgerüstet werden.

In den Stadtbezirken geht es voran

Weil Oberhausen wieder Fördermittel abzapfen kann, geht es nun auch in den Stadtbezirken voran: Sterkrade, Alt-Oberhausen und Osterfeld erhalten eigenständige Citymanager, die aber weit mehr machen, als Leerstände zu beseitigen und Veranstaltungen zu organisieren: Sie sind Ansprechpartner für ein Bündel sozialer und wirtschaftlicher Quartiersprobleme.

Weitere Stadtentwicklungsgelder des Bundes in Millionenhöhe versucht Tsalastras für Lirich und Alt-Oberhausen einzuholen – mit einem neuen bis Jahresende erstellten Konzept. Das soll einen „Brückenschlag“ zwischen den beiden Stadtteilen beschreiben – Europahaus, Finanzamt, die Hauptpost, der Hauptbahnhof, das Concordia-Haus und Altenberg sollen eine neue Achse bilden. Dabei denkt der Kämmerer sogar an den Kauf von Gebäuden wie etwa der weitgehend leer stehenden Hauptpost durch die Stadt, um deren Entwicklung nach vorne zu bringen.

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