Oberhausener dürfen weiter an der Zukunft arbeiten

Die Abschlussveranstaltung der ersten Phase des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ fand Ende April im Theater Oberhausen statt. Mit den Worten „Liebe Visionäre“ begrüßte Oberbürgermeister Daniel Schranz die Gäste.
Die Abschlussveranstaltung der ersten Phase des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ fand Ende April im Theater Oberhausen statt. Mit den Worten „Liebe Visionäre“ begrüßte Oberbürgermeister Daniel Schranz die Gäste.
Foto: Fabian Strauch
Ab November wird das Konzept für Oberhausen Vision 2030 entwickelt. Zweite Runde des Städtewettbewerbs mit Workshops und einem Festival.

Oberhausen.. Seniorenkulturtaxen, die die Menschen zu Veranstaltungen bringen, ein stadtweites, freies WLAN-Netz, moderne Fahrradtrassen, ein sogenanntes Crowdfunding (Schwarmfinanzierung), um mit vielen kleinen Beträgen Projekte anzustoßen – es sind nur wenige Beispiele für die über 2000 Ideen, die in der ersten Runde des bundesweiten Städtewettbewerbs „Zukunftsstadt“ in Oberhausen gesammelt wurden (wir berichteten). Jetzt, in der zweiten Runde, geht es darum, daraus ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten. Das Motto lautet schließlich „Ideenfabrik Oberhausen – Da geht was“.

„Ich freue mich zunächst einmal sehr, dass wir in der zweiten Runde sind“, sagt Oberbürgermeister Daniel Schranz. Nun gehe es darum, diese Chance zu nutzen. Bis zu 200.000 Euro erhält jede der 20 verbliebenen Teilnehmerkommunen als Fördersumme, um bis April 2018 ein Konzept zu entwickeln.

Den Wandel mitgestalten

Fünf Themenbereiche waren in den vergangenen Monaten von den Oberhausenern mit Ideen gefüllt worden: Kultur, Dialog, Arbeit, Soziales und Leben. In Workshops, bei Bürgerbefragungen, Online, bei Stammtischen und an Ideenboxen hatten sie ihre Vorstellungen geäußert. Es sind Wünsche nach mehr Gemeinsamkeit, für ein besseres Zusammenleben, für ein kreatives Miteinander. In den vielen Ideen spiegele sich der Wunsch nach einem Aufbruch wider, konstatiert Schranz. „Es zeigt die Bereitschaft der Menschen, ausgetretene Pfade zu verlassen und den Wandel aktiv mit zu gestalten.“

Weitere Beispiele für die in den letzten Monaten gesammelten Ideen: An der renaturierten Emscher Terrassen zu errichten, die zum Verweilen einladen. Oder ein sogenanntes Open Work Café im Grünen zur Verfügung zu stellen, in dem kreatives Arbeiten ermöglicht wird. Oder auch der Wunsch nach einer universitären Aus- und Fortbildungsmöglichkeit. „Eine Oberhausen-App war ein weiterer Wunsch“, sagt Schranz.

Was am Ende in der Ideenfabrik als tragfähiges Konzept herauskommt, das werden wieder die Oberhausener Bürger bestimmen. Dazu gibt es eine Reihe von Veranstaltungen: Bürger-Workshops, Fachdialoge, Konferenzen, ein Festival und ein Bürgerpavillon sind vorgesehen.

Mitarbeiter der Stadt und des Fraunhofer-Instituts Umsicht werden die entwickelten Ideen sammeln, auswerten und bündeln. Die Ideenfabrik startet im kommenden November.

Im April 2018 werden dann die 20 verbliebenen Wettbewerbskommunen ihre Konzepte beim Bundesministerium für Bildung und Forschung einreichen. Eine Jury wählt dann die acht Kommunen aus, die die Chance erhalten, die von ihnen entwickelte Vision in die Realität umzusetzen. Dafür gibt es dann vom Bund mehrere Millionen Euro.

 
 

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