Oberhausen

Oberhausen: Vermummte Personen mit Schusswaffen im Revierpark gemeldet – mehrere Streifenwagen ausgerückt

In Oberhausen haben Vermummte einen Polizeieinsatz ausgelöst. (Symbolbild)
In Oberhausen haben Vermummte einen Polizeieinsatz ausgelöst. (Symbolbild)
Foto: imago/UPI Photo

Oberhausen. Mit einem Großaufgebot ist die Polizei in Oberhausen zu einem Parkplatz ausgerückt: Zeugen alarmierten die Beamten, weil sie am Sonntag auf dem Parkplatz im Revierpark Vonderort Vermummte mit Schusswaffen gesehen hatten.

Mehrere Streifenwagen fuhren sofort zum Einsatzort. Wie die Polizei mitteilte, trafen die Einsatzkräfte dort tatsächlich acht junge Männer an. Ein 21-Jähriger hatte eine Pistole im Hosenbund.

Oberhausen: Großeinsatz am Parkplatz – das ist der Grund

Die Polizisten zückten ebenfalls die Waffen und brachten die Männer so zu Boden.

Wie sich herausstellte, drehten die acht Männer auf dem Parkplatz nur ein Rap-Video. Bei der Schusswaffe im Hosenbund des 21-Jährigen handelte es sich um eine Schreckschusspistole.

Die Polizei warnt, wie gefährlich eine solch unbedachte Aktion sein kann. „Auch Waffenattrappen sind nicht immer als solche für Außenstehende oder die Polizei erkennbar“, schreiben die Beamten.

Bei solchen Aktionen sei es wichtig, sich vorher über alle rechtlichen Aspekte zu informieren.

In der Vergangenheit haben Drehs für Rap-Videos wie der in Oberhausen wiederholt zu Polizeieinsätzen geführt.

Polizeieinsätze nach Rap-Videos: Eine unvollständige Chronologie

Februar 2019: In Frankfurt rückt das SEK an, weil in einer Tiefgarage bei Dreh-Arbeiten mit Waffen posiert wird

Oktober 2017: In Geislingen/Baden-Württemberg drehen junge Männer im Park ein Rap-Video mit Waffen: Alle werden angezeigt

September 2016: Polizei stoppt Dreh von Rap-Video in Neuhausen/Baden-Württemberg

Juni 2016: Bundespolizei nimmt Nachwuchs-"Rapper" beim Dreh in Dortmund fest

Polizei warnt nach Einsatz in Oberhausen

Die Polizei weist darauf hin, dass solche Drehs vorab genehmigt werden sollten: „Filmproduktionsgesellschaften beschaffen sich vorher notwendige Genehmigungen, agieren auf abgesperrtem Gelände und informieren vorab die Polizei.“ (jg)

 
 

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