Oberhausen

Räume in Oberhausen an AfD-Politiker vermietet: Das sorgt für Ärger

In Oberhausen sorgt die Vermietung einer Wohnung an einen AfD-Abgeordnete für Ärger.
In Oberhausen sorgt die Vermietung einer Wohnung an einen AfD-Abgeordnete für Ärger.
Foto: imago/ Jochen Tack (Symbolbild)
  • Räumlichkeiten eines AfD-Politikers sorgen in Oberhausen für Unruhe
  • Initiative gegen Rechts fordert Vermieter in einem offenen Brief auf, den Mietvertrag aufzulösen
  • Der AfD-Abgeordnete Uwe Kamann äußert sich zu Vorwürfen

Oberhausen. In Oberhausen sorgt eine an einen AfD-Politiker vermietete Wohnung für Aufsehen. Die Partei hat jetzt Wohnräume in der Elsässer Straße 35 bezogen. Das Wahlkreis-Büro des Abgeordneten Uwe Kamann ist dort eingezogen.

Die Initiative gegen Rechts fordert den Vermieter jetzt in einem offenen Brief auf, den Mietvertrag mit dem AfD-Bundestagsabgeordneten Uwe Kamann wieder aufzulösen.

Initiative gegen Rechts ist entsetzt

Bei der Initiative ist man über die neuen Mieter in der Elsässer Straße entsetzt. In einem offenen Brief machen sie ihrem Ärger jetzt Luft. Die Gruppe wünscht sich, dass der Vermieter den Mietvertrag auflöst.

Resonanz auf sozialen Netzwerken

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AfD Oberhausen soll Hartz IV-Empfänger und Flüchtlinge Parasiten genannt haben

Die Mitglieder sind der Meinung, dass eine rechtsextreme Partei im Herzen von Oberhausen jetzt die Möglichkeit bekommen habe, von einer guten Adresse aus ihre menschenverachtenden Ideologien unter den Bürgern zu verbreiten.

Die Initiative listet einige Punkte der ihrer Meinung nach unzumutbaren Aktionen der AfD auf.

So soll der Oberhausener Kreisverband der AfD Flüchtlinge und Hartz IV-Empfänger als Parasiten bezeichnet haben. Außerdem soll der Verband ein YouTube-Video eines Holocaustleugners und Neonazi-Kanals vom sogenannten „Fränkischen Heimatschutz Coburg“ geteilt haben. Am Donnerstag trifft sich die Initiative, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

„Dem Vermieter muss klar gewesen sein, wer da einzieht“, so die Gruppe, deren Mitglieder sich namentlich nicht äußern wollen.

Kamann: „Ich habe voll transparent mitgeteilt, dass ich AfD-Abgeordneter bin

Vom offenen Brief der Initiative weiß der AfD-Abgeordnete Uwe Kamann, der nun sein Wahlkreisbüro in den neuen Räumlichkeiten hat, nur durch einen Zeitungs-Artikel.

Selbst gelesen habe er den Brief jedoch nicht, wie er es im Gespräch mit DER WESTEN erzählt. Mit dem Vermieter habe er zunächst keinen Kontakt gehabt, nur seine Büroleiterin.

„Ich habe voll transparent mitgeteilt, dass ich AfD-Abgeordneter bin“, so Kamann. Der Inhalt des Briefes sei für ihn aber keine Überraschung.

„Das ist das Übliche, was man meiner Partei vorwirft,“ so der AfD-Abgeordnete. „Jeder, der mich als Person kennt, weiß, dass das Schwachsinn ist.

Kamann wollte befristeten Mietvertrag in Oberhausen sowieso nicht verlängern

Er würde im Dezember 2018 sowieso aus den Räumen in Oberhausen ausziehen. Der Mietvertrag sei nur befristet und er habe dem Vermieter schon vor dem Ärger um die angemieteten Räume gesagt, dass er nicht verlängern wolle. Von den genannten AfD-Aktionen distanziere er sich.

„Mit dem Vorstand des AfD-Kreisverbands habe ich nichts zu tun.“ Er halte die Äußerungen des Kreisverbands für deplaziert und schlecht.

„Das ist nicht meine Haltung und Einstellung

„Das ist nicht meine Haltung und Einstellung“, so Kamann. Nur bei der genannten Demonstration in Berlin habe er lediglich ein Video des Demonstrationszuges der AfD geliked und ansonsten nichts kommentiert, so der Abgeordnete abschließend.

 
 

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