Oberhausen

Oberhausen: Mann schaut aus dem Fenster – bei DIESEM Anblick traut er seinen Augen kaum

Oberhausen: Als ein Mann aus dem Fenster schaut, traut er seinen Augen kaum.
Oberhausen: Als ein Mann aus dem Fenster schaut, traut er seinen Augen kaum.
Foto: David Kahlert

Oberhausen. Als David Kahlert Mitte August aus dem Fenster seiner Wohnung in Oberhausen blickt, traut er seinen Augen kaum: Über die Straße läuft eine riesige Schafherde!

Die Tiere umrunden munter die parkenden Autos in der Nähe des ehemaligen Ostbades und halten hier und da für einen kleinen Gras-Snack am Straßenrand eine Pause ab. Wo um alles in der Welt kommen die denn plötzlich her?!

Oberhausen: Schafherde überrascht Wohngebiet in Oberhausen

So grün und schön: Das Ruhrgebiet von oben
So grün und schön: Das Ruhrgebiet von oben

„Was halt so morgens vor der Türe los ist...“, meint David im Hinblick auf die ungewöhnlichen tierischen Besucher gelassen. Doch die Tiere geben ihm ein Rätsel auf – in seinem städtischen Umfeld trifft er sonst eher auf Tauben oder hin und wieder ein Eichhörnchen.

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Eine Schafherde ist da schon ein anderes Kaliber. Was steckt dahinter? Die Ursache für den ungewöhnlichen Besuch in Oberhausen ist Schäfer Florian Preis von der Ruhrschäferei, der seine Herde von einer Weide zur nächsten treibt – mitten durch die Stadt!

Deswegen treibt der Schäfer seine Tiere durch die Stadt

„Wir bemühen uns, Wege zu finden, die wenig oder keinen Verkehr haben, aber manchmal geht's nur mitten durchs Quartier oder auch mal über eine große Kreuzung“, erklärt Michael Preis von der Ruhrschäferei.

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Anwohner und Autofahrer würden zumeist verständnisvoll, oft aber auch begeistert auf den ungewöhnlichen Anblick reagieren. „Die allermeisten sind auch bereit, mal ein paar Minuten zu warten - da sind sie von der A 40 anderes gewohnt - und machen stattdessen ein Foto für die Familie“, sagt Preis.

Die Straßen im Ruhrgebiet nehmen die Tiere mit links

Die Wege durch die Städte bergen zudem weniger Bedrohungen als vermutet. „Es ist entgegen der Annahme im Ruhrgebiet weniger gefährlich, als wenn man im Sauerland Landstraßen überqueren muss, wo Autos mit hoher Geschwindigkeit fahren und nicht mit Hindernissen rechnen wie in der Stadt“, weiß Preis.

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Die größte Gefahr in Oberhausen: Grasbüschel und Blumen am Wegesrand. Die wachsen zwar hier nicht so üppig wie auf der Weide, aber für einen kleinen Snack legen die Tiere eben auch mal eine Pause ein. „Da muss der Schäfer darauf achten, dass die Herde zusammenbleibt.“

So reagieren Passanten auf die Tiere

Das funktioniert nicht nur gut für Schäfer und Schaf, sondern sorgt bei Passanten und Anwohnern wie David immer wieder für Begeisterung. „Immer wieder erleben wir, dass Menschen sich freuen, wenn sie die Herde sehen“, sagt Preis.

„Oder dass Kinder die Herde ein Stück begleiten und dann zum ersten Mal in ihrem Leben ein Schaf streicheln können“, freut sich Preis. Sein Fazit: „Ruhrgebiet mal anders.“ (vh)

 
 

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