Viel Action beim „Fest der Kulturen“

Die Kinder des Markus-Kindergartens lernen singend und tanzend die englische Sprache.
Die Kinder des Markus-Kindergartens lernen singend und tanzend die englische Sprache.
Foto: Tom Thöne
  • Verschiedene Kulturen werden durch mehrere Spiele und Essen dargestellt
  • Erlöse einer Tombola mit gesponserten Preisen sind für neues Klettergerüst
  • Schmink- und Bastelecke, Hindernisparkour und Balanceakt für die Kinder

Oberhausen.  Spiel, Spaß, kulinarische Köstlichkeiten und jede Menge strahlende Kinder: Das „Fest der Kulturen“ des Familienzentrums der Evangelischen Markus-Kirchengemeinde bietet all das zum wiederholten Male. Die unterschiedlichen Kulturen aller Kindergartenkinder sollen zusammen gefeiert werden.

Die Kleinen, im Alter zwischen zehn Monaten und sechs Jahren, tobten sich im Beisein ihrer Eltern, Großeltern und Geschwistern an verschiedenen Stationen wie einem Dschungel-Hindernisparcours, einem Balanceakt und beim Basteln und Schminken aus. Die Erlöse aus einer Tombola mit gesponserten Preisen, wie ein Fotoshooting und verschiedene Gutscheine, sind für den Bau eines Klettergerüstes gedacht.

Pommes mögen alle Kinder

Direkt am Eingang wird der Besucher durch den Geruch von Pommes und Waffeln sowie Stimmengewirr der rund 60 Kinder begrüßt. „Um etwas zu finden, was alle Kinder essen, haben wir uns für Pommes entschieden“, sagt Leiterin Marion Spielmann, „die mögen schließlich alle.“

Für Freunde der türkischen Küche gab es mehrere Varianten von türkischer Pizza, dazu landestypischen Tee. Die afrikanische Kultur wurde spielerisch dargestellt. Die Kinder sollen über eine schmale Sitzbank laufen und dabei zwei Obstkörbe mit Hilfe der Arme und Schultern ausbalancieren. Wer mag, kann einen Wasserkübel auf dem Kopf tragen. Eine orientalische Disco stellte die Kultur des Nahen Ostens dar, die Kinder gaben zur Musik auf der Tanzfläche ordentlich Gas.

Beim Schlendern durch die Gänge und Räume des Kindergartens geht’s entlang an liebevoll und kreativ geschmückten Fenstern und Wänden. Im Garten ist eine Feuerstelle errichtet, um Maronen zu rösten. Der Kreativbereich bietet eine Ecke an, bei der sich die Kinder schminken lassen können. Leonie hat sich für die Landesflagge der USA entschieden, „weil wir hier zuletzt so viel über Amerika gesprochen haben“, erzählt sie.

Celine hat einen bunten Schmetterling im Gesicht: „Ich mag Schmetterlinge ganz besonders, weil die so schön aussehen.“ Einen Tisch weiter gibt es Kopfschmuck: eine Krone aus Pappe, die mit Sternchen und Knöpfen verschönert wird. Plötzlich waren englische Stimmen zu hören. Lehrerin Stefanie Schrader versammelt rund ein Dutzend der Lernwilligen im Turnraum und singt und tanzt mit ihnen zusammen.

„Der Unterricht beginnt im Alter von drei Jahren“, erläutert Stefanie Schrader. „Jedes Wort bekommt eine eigene Aktion.“ So wird beispielsweise beim „Hello“ kräftig gewunken.

Beim Karatetraining ging es sportlich zur Sache: die Gruppe zeigte mehrere Techniken. Im Dschungel-Parkour ging Jonah auf Abenteuerreise. Nach kriechen, klettern und springen erreichte er das Ziel: „Das war leicht“, sagt Jonah stolz, als er aus dem Eingangstunnel hervorkommt.

„Wir sind sehr glücklich“, sagt Marion Spielmann freudestrahlend, „und noch viel wichtiger für die Kinder: Wir haben rund 1400 Euro für das Klettergerüst eingenommen.“ Ein rundum gelungenes „Fest der Kulturen“ ging so mit zufriedenen Gesichtern zu Ende.

 
 

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