Spielplätze im Stadtsüden von Oberhausen stehen vor dem Aus

Auch der Spielplatz an der Klörenstraße stet auf der Schließungsliste.
Auch der Spielplatz an der Klörenstraße stet auf der Schließungsliste.
Foto: Kerstin Bögeholz
  • Um Kosten zu sparen, hat die Stadt eine Schließungsliste für Spielplätze erstellt
  • Fünf der 16 betroffenen Flächen liegen im Oberhausener Stadtsüden
  • Das größte Einsparpotenzial bietet die Anlage an der Klörenstraße

Oberhausen-Süd..  Um Geld zu sparen, plant die Stadt Oberhausen, Spielplätze zu schließen. 16 Flächen sind insgesamt betroffen, im Süden der Stadt sind es fünf, die restlichen elf Spielplätze liegen jenseits des Rhein-Herne-Kanals auf nördlichem Stadtgebiet.

Im Süden betroffen sind die Spielplätze an der Grevenstraße/Ecke Styrumer Allee, an der Klörenstraße, der Lothringer/Ecke Josefstraße, am Matthias-Hendricks-Weg und an der Möhnestraße. Das größte Einsparpotenzial hat die Anlage an der Klörenstraße. Über 16 000 Euro würde die Stadt hier sparen. Derzeit ist sie Pächter, Verpächter ist die evang. Kirchengemeinde. Wie berichtet ist das Gelände, auf dem auch das Haus Bethel steht, verkauft. Ein Investor steht schon in den Startlöchern, um an dieser Stelle seniorengerechte Wohnungen zu bauen. Im Raum steht weiter der Wunsch der Gemeinde, den Spielplatz um wenige Meter in die Mitte des Areals zwischen Grenz- und Klörenstraße zu verlagern.

Ein vergleichsweise kleiner Spielplatz ist dagegen die Fläche an der Möhnestraße. Hier würde die Stadt im Jahr Kosten in Höhe von 1 575 Euro sparen. Der Rückbau der Spielgeräte an der Möhne-straße kostet die Stadt einmalige 7800 Euro.

Nachbarstädte zahlen weniger

Grundlage für die jetzigen Pläne ist eine Entscheidung des Rates aus dem Jahr 2012. Damals hat die Politik entschieden, im Ramen des Haushaltssanierungs-Plans auch die Spielplätze in Oberhausen auf Spar-Möglichkeiten zu untersuchen.

Nach Analysen und Erhebungen liegt das Ergebnis mit dem sogenannten „Spielraumentwicklungs-Konzept“ nun im Entwurf vor. Grundsätzlich sieht die Stadt eine „gute und qualitativ hochwertige Versorgung mit öffentlichen Spielplätzen“. Zu dem Ergebnis sei auch die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) gekommen. Dringenden Handlungsbedarf sehe die GPA nicht, Oberhausen müsse sich aber mit der demographischen Entwicklung auseinandersetzen und Anzahl sowie Größe der Spielplätze untersuchen.

Ein Blick in die Nachbarkommunen macht das Einspar-Potential deutlich: Die Städte Duisburg, Mülheim, Essen und Gelsenkirchen zahlen für die Unterhaltung ihrer öffentlichen Spielflächen im Durchschnitt weniger als Oberhausen.

Ziel ist eine laut Pressestelle der Verwaltung „dauerhafte Ersparnis in den Unterhaltungskosten“. Insgesamt 75 936 Euro würde die Stadt laut zuständiger Oberhausener Gebäudemanagement (OGM) GmbH im Jahr durch die Schließungen sparen. Dem gegenüber stehen die einmaligen Kosten für den Rückbau der Spielplätze in Höhe von insgesamt 76 326 Euro.

 
 

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