Mit Streichliste in Oberhausen nicht einverstanden

Auch der Spielplatz an der Klörenstraße in Styrum steht auf der Streichliste der Verwaltung.
Auch der Spielplatz an der Klörenstraße in Styrum steht auf der Streichliste der Verwaltung.
Foto: Kerstin Bögeholz / Funke Foto Services
Fünf Spielplätze in Alt-Oberhausen sollen aufgegeben werden. Sparbeschluss von 2012. Die Bezirksvertretung hatte jetzt etliche Fragen dazu

Oberhausen..  Von stadtweit 16 Spielplätzen will die Stadtverwaltung sich trennen, weil es entweder in ihrer Nähe nicht mehr genügend Kinder gibt oder ihre Un­terhaltung zu teuer wird (wir berichteten). 2012 hat der Stadtrat sie unter dem Druck der Sparzwänge zu entsprechenden Vorschlägen aufgefordert. Fünf der zur Aufgabe vorgeschlagenen Plätze befinden sich südlich des Rhein-Herne-Kanals. Und dazu hatte die Bezirksvertretung Alt-Oberhausen jetzt viele Fragen.

Zur Disposition stehen die Spielplätze Grevenstraße/Ecke Styrumer Allee (482 Quadratmeter), Matthias-Hendricks-Weg (658 qm) sowie Möhne­straße 14 (272 qm), alle in Alstaden, ferner Klörenstraße 40 (640 qm) und Lothringer Straße/Ecke Josefstraße (378 qm), beide in Styrum. Über 76 000 Euro an jährlichen Unterhaltungskosten für alle 16 Plätze würden dadurch eingespart. Allerdings müsste einmalig auch dieser Betrag für ihren Rückbau aufgebracht werden, hat die Stadtverwaltung kalkuliert.

„Das hat vor Ort schon zu Diskussionen geführt“, begann SPD-Sprecherin Christiane Gerster-Schmidt die Aussprache. Sie hielt die Vorlage der Stadtverwaltung für zu wenig aussagekräftig. „Was heißt ,kein Potenzial’ (beim Matthias-Hendricks-Weg)?“, wollte sie wissen. „Wie kommt man zu den Einschätzungen?“

Der Vertreter der Stadtverwaltung erklärte, man habe die Plätze mehrfach begangen. Allerdings sei das schon länger her. Es handele sich auch nur um vorläufige Ergebnisse. Nach einer Bürgerbeteiligung soll die Liste aktualisiert werden. Es sei halt insgesamt kostengünstiger, in eine geringere Zahl größerer, attraktiver Spielplätze zu investieren als eine große Zahl kleiner Plätze zu unterhalten. Das Wort „Potenzial“ beziehe sich auf ei­nen möglichen Verkaufserlös für das jeweilige Grundstück.

Auf Missverhältnis hingewiesen

Florian Wels (SPD) hielt die Vorlage dennoch für „nicht nachvollziehbar“. Von Seiten der CDU hieß es, mit einem Spielplatz seien halt auch Kindheitserinnerungen verbunden. Teilweise sei aber berechtigt, sie aufzugeben, so an der Styrumer Allee, wo die Lage ungünstig sei. Um den Platz an der Klören­straße sei es dagegen eher schade. Aber dort wurde der Pachtvertrag mit der Stadt aufgelöst. Wieso beim kleinsten Platz, dem an der Möhnestraße, mit 7800 Euro die höchsten Rückbaukosten entstünden, wollte die CDU wissen. Eine Antwort dazu gab es nicht.

Stadtverordneter Peter Bruckhoff (BOB) leuchtete nicht ein, wie es komme, dass auf der stadtweiten Liste ein mehr als 3600 qm großer Platz lediglich Rückbaukosten von 725 Euro verursachen soll, ein nur 315 qm großer dagegen solche von über 10 000 Euro. Die Stadtverwaltung kündigte eine ausführlichere Vorlage an. „Das wird sich dann klären“, hoffte daraufhin die SPD. Außerdem, so gab die Verwaltung zu bedenken, hätten manche Plätze auch ohne Spielgerät einen hohen Spielwert. Nur könnten halt die Kosten dafür gespart werden.

 
 

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