Jugendwerkstatt zeigt Ideenvielfalt – Ausstellung eröffnet

Bejtus und Fabian, beide aus der Holzwerkstatt, mit selbst gefertigten Exponaten in der Hand.
Bejtus und Fabian, beide aus der Holzwerkstatt, mit selbst gefertigten Exponaten in der Hand.
Foto: Ruhrwerkstatt
Berufsorientierung kann jede Menge Spaß machen – dieses Projekt der Ruhrwerkstatt beweist es. Jetzt gibt’s eine Ausstellung mit Geschenkideen

Styrum..  Berufsorientierung der besonderen Art: 24 Jugendliche haben in den zurückliegenden vier Monaten in der Jugendwerkstatt an der Akazienstraße gehämmert, geschnitzt und dekoriert, um ausgefallene Ideen in die Praxis umzusetzen.

Die Mädchen und Jungen absolvieren hier in zwölf Monaten eine Berufsorientierung, in der sie ihre Stärken und Talente in den drei Arbeitsbereichen Metall, Holz und Floristik ausbauen. Die dabei entstandenen Kunstwerke sind ab sofort auf Anfrage in der Kunstbaustelle der Ruhrwerkstatt für die Öffentlichkeit zu sehen.

Die zahlreichen Besucher der Ausstellungseröffnung konnten die Deko-Artikel und Skulpturen jetzt auch sogleich kaufen.

Diskussionen über die Frage: „Was ist eigentlich Kunst?“

Fachanleiter zeigen den Jugendlichen im Zuge des Projektes die nötigen Handgriffe. Dabei kann es auch schon mal zu Diskussionen kommen, wenn es um die Frage geht: Was genau ist eigentlich Kunst? „Aber alles halb so wild“, sagt die Sozialpädagogin der Ruhrwerkstatt lachend, Daniela Engbrox. „Die Jugendlichen merken schnell, was sie für Möglichkeiten zum arbeiten haben“. Ihre Kollegin Rita Kuhlmann ergänzt: „Wir recyceln alte Produkte, die auf üblichen Weg keine Verwendung mehr finden würden, zu kreativen Deko-Artikeln.“

Die Rentiere sind schon verkauft

Da Weihnachten vor der Tür steht, gibt es dementsprechend im kleinen Atelier Adventskränze, verzierte Mini-Tannenbäume und Gestecke zu bestaunen. Verantwortlich dafür ist Marcel aus der Floristik: „Die Anfertigung hat Spaß gemacht.“

Ein paar Meter weiter gibt’s die Werke der Metaller zu sehen. „Die Rentiere sind schon verkauft“, sagt Ricardo. Mit Arda, Lukas und Christopher hat er aber noch Eulen und auch die drei bekannten Figuren („nicht hören, nicht sehen, nicht sprechen“) geschaffen.

Faltbarer Holzhocker

Im Holzbereich hat Fabian einen bunten Hocker erstellt. „Für die Deko-Elemente habe ich zwei Wochen gebraucht, das war viel Arbeit“, erzählt er. „Ich bin aber nun froh, dass es so gut geklappt hat“. Vogelhäuschen und ein nicht alltäglicher Kochbuchhalter sind ebenfalls zu entdecken.

Lorijan präsentiert einen faltbaren Holzhocker, der ein farbenfrohes Polster spendiert bekommen hat. „Ideal beispielsweise für Straßenmusiker, die diesen Hocker einfach zum nächsten Einsatzort mitnehmen können“, sagt er. Im nächsten Raum steht ein rund ein Meter hoher Eiffelturm aus Metall – er funkelt dank Lichterkette. „In den Werken stecken viel Fleiß und Schweiß“, lobt Daniela Engbrox.

Die Einnahmen kommen übrigens ausschließlich den jungen Künstlern zugute – ein Freizeitparkbesuch oder auch ein gemeinsames Abendessen sind bereits in der Planung.

 
 

EURE FAVORITEN