Feierabendmarkt soll neue Attraktion in Oberhausen werden

Der Eifelmarkt in der Fabrik K14 ist Vorbild für den geplanten Feierabendmarkt.
Der Eifelmarkt in der Fabrik K14 ist Vorbild für den geplanten Feierabendmarkt.
Foto: Funke Foto Services
Zwei Oberhausener planen eine neue Veranstaltung auf dem „Sapo“-Platz: Ab 27. April zweimal im Monat frische Waren, Imbisse und Kultur.

Oberhausen.. Den Saporoshje-Platz hat Uwe Muth ins Herz geschlossen. Hier hat der Geschäftsführer der Agentur Sensitive Colours 2012 das Weiße Dinner angestoßen, das schon wegen der obligatorischen weißen Kleidung der Besucher einen ganz besonderen Glanz versprüht. Und hier wollen Muth und sein Mitstreiter Heinz Wagner vom Kulturzentrum K14 eine neue Veranstaltung ans Laufen bringen, die stadtweit einzigartig wäre: Vom 27. April bis 28. Oktober soll alle zwei Wochen vor dem Bert-Brecht-Bildungszentrum auf dem Saporoshje-Platz ein Feierabendmarkt stattfinden.

Muth hält gar nicht damit hinterm Berg: Zuerst habe er ja an Sterkrade als Standort des Feierabendmarkts gedacht. „Sterkrade ist ja quasi marktgewöhnt mit dem bekannten Wochenmarkt“, sagt er. Doch Alt-Oberhausen brauche eine solche Veranstaltung sehr viel dringender: „Wir wollen Menschen zusammenbringen und eine hippe Veranstaltung etablieren, die zum festen Termin im Kalender wird.“ Und dann ist da eben noch die besagte Vorliebe für den Saporoshje-Platz, den Muth liebevoll „Sapo“ nennt: „Das ist einfach ein toller Platz, den wir bespielen wollen.“

Currywurst und „La Dolce Vita“

Konkret heißt das: Muth und Wagner, der im K14 den Eifelmarkt etabliert hat, haben eine ganze Reihe Unternehmer aus Oberhausen und dem Umfeld zusammengetrommelt, die am 27. April erstmals von 16 bis 20 Uhr rund 20 Stände auf dem Sapo-Platz aufstellen. Das Team der Kultkneipe Gdanska und der Theaterkneipe Falstaff seien dabei, die Fleischerei Bischoff bringe Currywürste und der Italien-Spezialist Valdani Süßspeisen, kündigt Muth an. Michael Matuszak fährt mit seinem Burrito-Foodtruck vor, der sonst an der Alstadener Kulturkneipe Bolleke seinen Stammplatz hat.

Hinzu kommen Händler aus der Umgebung mit so kuriosen Namen wie „Chicken Crime Department“ (wohinter sich selbstgemachte Liköre verbergen). Obst und Gemüse gebe es, verspricht Muth, „und Kultur haben wir auch dabei“. Zu jedem Markt soll ein anderer Programmpunkt angekündigt werden, die Musikschule und auch die Bücherei seien interessiert. Nach Konzerten soll der Hut herumgehen.

Händler des Wochenmarktes hatten kein Interesse

Finanziert wird der Markt aus Standgeldern, aus dem Alt-Oberhausener Verfügungsfonds und mit Sponsorengeldern. Sabine Lauxen, Planungsdezernentin, stellte den Markt bei der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen vor. Aus der Politik gab es lobende Worte. Die CDU schlug vor, in den Feierabendmarkt doch die Händler des Wochenmarkts zu integrieren. Diese Idee hatten auch Muth und Wagner: „Bei den Händlern am Altmarkt bestand leider kein Interesse daran“, sagt Muth.

 
 

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