Oberhausen sattelt auf Elektroautos um

Die städtischen Mitarbeiter und die Beschäftigten der städtischen Dienstleistungstochter Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) sollen auf das Kilometergeld verzichten und das eigene Fahrzeuge stehen lassen. Sie sollen dagegen den Nahverkehr, Fahrräder und Pedelecs nutzen.

Oberhausen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der städtischen Dienstleistungstochter OGM sollen künftig auf dem Weg zur Arbeit und bei Dienstfahrten auf das eigene Auto verzichten. Pläne der Stadtspitze sehen vor, die Kilometergeld-Erstattung für die rund 2250 städtischen Bediensteten und die etwa 700 Mitarbeiter der Oberhausener Gebäudemanagement GmbH Schritt für Schritt abzuschaffen.

Mit einem neuen Mobilitätskonzept, das zudem den Aufbau eines eigenen „Fahrzeugpools“ mit Elektro-Autos und -Fahrrädern vorsieht, will die Stadt 200.000 Euro pro Jahr einsparen. Auch soll der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2), der jährlich durch Dienstfahrten entsteht, um 120 Tonnen gesenkt und somit halbiert werden.

Die Maßnahmen sind Teil einer sogenannten Potenzialanalyse, die das Verkehrsplanungsbüro „EcoLibro“ im Auftrag der Stadt gemacht hat. „Die Umsetzung eines solchen Konzeptes wird mit einem Wandel der Mobilitätskultur des Unternehmens Stadtverwaltung verbunden sein“, heißt es in einer Vorlage, die kommende Woche im Umweltausschuss diskutiert wird.

Alte Gewohnheiten durchbrechen

Bisher kommen demnach rund 70 Prozent der Mitarbeiter mit dem eigenen Pkw zur Arbeit. Gleichzeitig wohnen aber 79 Prozent der Stadt-Bediensteten nicht weiter als 15 Kilometer von ihrer Dienststelle entfernt. Dass so viele Mitarbeiter auf ihr Auto setzen, liegt nach Ansicht der Verkehrsplaner nicht an mangelnden Alternativen, sondern allein an alten Gewohnheiten.

Und diese sollen nun durchbrochen werden. Mit vergleichsweise geringem Aufwand ließe sich demnach fördern, dass die Mitarbeiter auf den Öffentlichen Nahverkehr, Fahrräder oder Pedelecs umsatteln. Auch sollen die städtischen Bediensteten künftig die Metropolrad-Räder ausleihen können. Für die Nutzung alternativer Verkehrsmittel sollen Anreize geschaffen werden.

Deutlich einschneidender ist die schrittweise Abschaffung der Dienstfahrten mit dem eigenen Auto – die Kilometergeld-Erstattung soll in der Folge wegfallen. Der Plan ist, einen „Fahrzeugpool“ an den Verwaltungsstandorten der Stadt und der OGM aufzubauen, der zum größten Teil aus Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb bestehen soll. Auch Car-Sharing-Angebote werden geprüft. Vor dem Rathaus steht bereits eine Leihstation des Car-Sharing-Projekts „Ruhrauto-e“.

 
 

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