Oberhausen

Oberhausen: Obdachloser mit betäubtem Hund unterwegs? Was wirklich hinter der Geschichte steckt

Bei Facebook wurde gegen den Obdachlosen Stimmung gemacht. (Symbolbild)
Bei Facebook wurde gegen den Obdachlosen Stimmung gemacht. (Symbolbild)
Foto: Imago (Symbolbild)

Oberhausen. Die Polizei Oberhausen greift einen besonders krassen Fall von Fake News (Falschmeldungen) auf. Die Kriminalpolizei leitet sogar Ermittlungen gegen den Urheber ein.

Der User „Nique Black“ verbreitete über seine Facebook-Seite folgendes Foto:

Hund soll sediert worden sein

In dem Post beschimpfte er den Bettler. Er wirft dem mutmaßlichen Obdachlosen vor, den Hund sediert (also mit Medikamenten ruhig gestellt) zu haben. Daher ruft er dazu auf, bei ähnlichen Vorfällen das Veterinäramt zu benachrichtigen.

In nur kurzer Zeit wurde der Beitrag über 2.500 mal geteilt und 350 mal geliked. In den Kommentare rufen viele Personen zu Gewalt gegen Obdachlose mit Hunden auf.

Polizei Oberhausen verurteilt das Vorgehen scharf

Die Anschuldigungen seien völlig aus der Luft gegriffen, so die Polizei Oberhausen bei Facebook.

Nun droht dem Verfasser des Posts selbst eine Strafe. Die Polizei wirft ihm vor, unter falschem Nutzernamen durch seine haßerfüllte Botschaft zu Straftaten aufzurufen. Darüberhinaus wurde der Mann bloßgestellt und seine Persönlichkeitsrechte wurden verletzt.

Die Anschuldigungen wurden sowohl vom Ordnungsdienst und Veterinäramt, als auch von der Polizei selbst geprüft.

(mb)

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