Oberhausen

Oberhausen: Clan-Razzien in Shisha-Bars – die Polizei greift jetzt hart durch

Großeinsatz von Polizei, Zoll und Steuerfahndung in Shisha-Bars in Oberhausen.
Großeinsatz von Polizei, Zoll und Steuerfahndung in Shisha-Bars in Oberhausen.
Foto: WTVnews

Oberhausen. Polizei, Zoll, Steuerfahndung kommunaler Ordnungsdienst und Gewerbeaufsicht setzten am Freitagabend ein klares Zeichen in Oberhausen!

Mit einem starken Kräfteaufgebot wurden drei Shisha-Bars auf den Kopf gestellt.

Oberhausen: Clan-Razzien in Shisha-Bars

In allen kontrollierten Shisha-Bars in Oberhausen wurden zahlreiche Verstöße gegen Corona-Schutzverordnungen festgestellt. Der Zoll entdeckte fast 60 Kilogramm unversteuerten Tabak, außerdem wurden zwei Glücksspielgeräte ohne gültige Prüfplakette gefunden und versiegelt.

Oberhausen: Einschüchterungstaktik der NRW-Polizei in Shisha-Bars

Der ganze Aufwand dient einer Art Einschüchterungstaktik: Mit solchen Schwerpunktaktionen in Shisha-Bars will die Polizei in ganz NRW gegen organisierte Kriminalität und Mitglieder krimineller Clans vorgehen.

Zwar gibt es laut Polizeiangaben bisher keine Hinweise auf verfestigte Clankriminalität in Oberhausen, aber durch ähnliche Kontrollaktionen in anderen Revierstädten könnten die Clans auf Oberhausen ausweichen, so die Befürchtung. Die Ausbreitung von kriminellen organisierten Strukturen soll auf diesem Weg bereits im Ansatz unterbunden werden.

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  • In Deutschland gibt es nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes etwa 6000 Shisha-Bars.
  • Besonders Jugendliche und junge Erwachsene stehen auf die die Wasserpfeifen mit Tabak in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.
  • Die Wasserpfeife Shisha hat vermutlich einen indischen oder auch persischen Ursprung.

Razzien in Shisha-Bars in Oberhausen: "Nicht alle über einen Kamm scheren"

Der Polizei-Einsatzleiter Dietmar Leyendecker erklärte: „Aktionen wie diese wird es wiederholt geben, weil Shisha-Bars auch eine Kommunikations- und Rückzugsebene für die Personen sein können, die wir derzeit besonders im Fokus haben.“ Man hole die Personen aus der Anonymität heraus und wolle Brennpunkte frühzeitig erkennen. Der Druck auf das Milieu soll erhöht werden.

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„Es dürfen nicht alle Geschäfte über einen Kamm geschert werden. Aber gegen Betriebe, die sich nicht an Recht und Gesetz halten, muss vorgegangen werden“, macht der Pressesprecher der Stadt Oberhausen, Martin Berger, deutlich.

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(mag)

 
 

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