Oberhausen

Oberhausen: Ex-Mann meldet Doris Seyffarth (58) als vermisst – in ihrer Wohnung machen Ermittler einen grausigen Fund

Ungelöste Kriminalfälle - Doris Seyffarth

Die Oberhausenerin Doris Seyyfarth wird seid 2013 vermisst. Weil die Polizei Blutspuren gefunden hat, vermutet sie ein Verbrechen.

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  • DER WESTEN berichtet über ungelöste Kriminalfälle im Ruhrgebiet
  • Der Mord an Doris Seyffarth wäre beinahe unentdeckt geblieben
  • Die Spuren führten bis in die Rocker-Szene

Oberhausen. Der Täter hat versucht, die Spuren zu beseitigen. Gründlich reinigt er die Wohnung von Doris Seyffarth. Beinahe wäre das Verbrechen unentdeckt geblieben. Mit einem besonderen Verfahren machen die Ermittler später die zahlreichen Blutspuren sichtbar. Sie sind sich sicher: Doris Seyffarth ist ermordet worden.

Seit Pfingsten 2013 ist die 58-Jährige aus Oberhausen verschwunden. Vermutlich schleppte ihr Mörder sie in ihren schwarzen Fiat Panda (Kennzeichen OB - DS 2001), auch dort konnte Blut im Kofferraum festgestellt werden. Auch der Kleinwagen verschwindet zunächst, wird später aber an der Wittekindstraße aufgefunden.

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Viele Morde im Ruhrgebiet sind bis heute nicht aufgeklärt. Die Täter konnten nie ermittelt werden. Die Serie ungelöste Kriminalfälle im Ruhrgebiet auf DER WESTEN beleuchtet die Vorkommnisse. Denn auch nach 20 Jahren gilt: Mord verjährt nicht. Jeder Hinweis kann der Polizei noch heute weiterhelfen.

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Essen: Spuren führen bis in der Rocker-Szene

Der Fall sorgt bundesweit für Aufsehen, wird sogar in der ZDF-Reihe „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ thematisiert. Die Polizei beschreibt die 58-Jährige als lebensfrohe Frau - Suizid wird ausgeschlossen. Die gelernte Näherin war auf Arbeitssuche, verdient sich als Haushaltshilfe etwas dazu. Über die Arbeitsagentur nahm sie an einer Fördermaßnahme teil. Außerdem wollte sie demnächst umziehen, ihre Wohnung hatte sie bereits gekündigt.

Am 17. Mai wird sie zuletzt in ihrer Wohnung gesehen. Acht Tage später meldet sie ihr Ex-Mann als vermisst. Sie leben seit drei Jahren nicht mehr zusammen. Im Stadtteil Osterfeld entbrennen darauf wilde Gerüchte: Hatte Doris Seyffarth Verbindungen in die Rocker-Szene?

Die Polizei bestätigt dies. Auch ihre Ex-Mann gehöre der Rocker-Szene an. Ein Motiv ließ sich jedoch nicht erhärten. Doch die Ermittler haben eine weitere Fährte.

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Ermittler suchen bis heute nach „Carsten“ und einer Leiche

Doris Seyffarth pflegte eine lose Beziehung. Zuletzt soll sie ein Mann namens „Carsten“ in ihrer Wohnung besucht haben. Er wird zwischen 35 und 45 Jahre alt geschätzt, hat längeres blondes Haar. Nach der Veröffentlichung eines Phantombildes gehen zahlreiche Hinweise bei der Polizei ein.

Besonders kurios: Ein „Carsten“, der dem Gesuchten zum Verwechseln ähnlich sieht, gerät in den Fokus der Ermittlungen. Doch der Oberhausener ist unschuldig, hat nichts mit der Tat zu tun.

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Ist Doris Seyffarth Opfer eines Serienmörders geworden?

Später kommen Vermutungen auf, dass Doris Seyffarth Opfer eines Serienmörders geworden sein könnte. Zwei weitere Frauen, die ebenfalls Kontakte über das Internet pflegten, verschwinden ebenfalls.

Auf Nachfrage hat die Polizei Essen, die die Ermittlungen führte, keinen Hinweis auf einen Serienmörder. Die Suche nach „Carsten“ und der Leiche von Doris Seyffarth dauert auch sechs Jahre nach ihrem Verschwinden an.

 
 

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