Oberhausen

Oberhausen: Mann will Ameisen bekämpfen – doch erst als er Hilfe ruft, erlebt er den wahren Schock

In der Wohnung des Oberhauseners tummelten sich zahlreiche Ameisen. (Symbolbild)
In der Wohnung des Oberhauseners tummelten sich zahlreiche Ameisen. (Symbolbild)
Foto: imago/Frank Sorge

Oberhausen. Ameisen in der Wohnung oder im Haus können ganz schön lästig sein. Dachte sich auch ein Mann aus Oberhausen - und rief einen Kammerjäger.

Die kleinen Insekten tummelten sich bereits massenhaft im Mauerwerk und Türrahmen. Im Internet entdeckte er einen „Profi“ und vereinbarte einen Termin. Doch schon bei der Anfahrt wurde der Oberhausener stutzig: Der Kammerjäger kam mit einem privaten Auto. Ein Schriftzug einer Firma auf dem Fahrzeug war nicht zu erkennen.

Oberhausen: Kammerjäger rechnet Hammer-Betrag ab

Auf Nachfrage gab der Kammerjäger an, dass der Service knapp 400 Euro kostet. Zum Vergleich: Andere Unternehmen verlangen um die 150 Euro. Doch bereits nach 20 Minuten war der Mann fertig. Bei der Endabrechnung folgte dann der Schock: Auf einmal zeigte das Kartenlesegerät einen Betrag von über 2000 Euro an.

Der Sterkrader merkte schnell, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging und erstattete am Mittwoch Anzeige wegen Wucher. Nun ermittelt die Polizei mit Verdacht auf Betrug oder Wucher.

Zweites Opfer innerhalb kurzer Zeit

Bereits am 3. Juni war eine Frau Opfer einer ähnlichen Masche geworden. Auch sie beauftragte einen Kammerjäger, der den Rechnungsbetrag über das Kartenlesegerät gleich zweimal abrechnete. „Auch in diesem Fall sind die Firmenverhältnisse unklar und es erfolgte zunächst keine Rückerstattung“, berichtet die Polizei Oberhausen.

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Wie finde ich heraus, ob ein Kammerjäger seriös ist?

Die Polizei rät, vor dem Auftrag einen schriftlichen Kostenvoranschlag einzufordern. Zusätzlich lohnt ein Blick ins Impressum der Internetseite. Dort steht häufig, woher der Kammerjäger kommt.

Auch ein Gespräch mit Freunden oder Verwandten über die Thematik kann helfen.

Wenn der Kammerjäger mit Karte bezahlt wird, sollte immer eine Quittung eingefordert werden. Auch wichtig: Darauf achten, dass der Bezahlvorgang nur einmal ausgeführt wird.

Tipps gibt gibt auch das Kommissariat Prävention unter 0208 826-4511 oder die Seiten www.seniorensicherheitsberatung-oberhausen.de und https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/schluesseldienste-tipps-gegen-ueberzogen-hohe-rechnungen-6687. (mb)

 
 

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