Oberhausen kürzt Zuschuss für Olgas Rock - Spendenaufruf gestartet

Die Veranstalter setzen auf die Fans.
Die Veranstalter setzen auf die Fans.
Foto: WAZ FotoPool
Um den Erhalt des Oberhausener Festivals "Olgas Rock" zu sichern, setzen die Veranstalter auf einen symbolischen Euro als Spende von den Gästen. Der Hintergrund: Der städtische Zuschuss wurde gekürzt – 2013 bereits um 10.000 Euro und jetzt noch einmal um die gleiche Summe.

Oberhausen.. Das Festival „Olgas Rock“ wird am kommenden Freitag und Samstag wieder Zehntausende Besucher auf das Gelände der einstigen Oberhausener Landesgartenschau locken. Um den Bestand dieses „Umsonst-und-draußen“-Festes in Osterfeld jedoch zu sichern, werden dringend Spenden benötigt.

Denn der finanzielle Zuschuss der Stadt wurde in diesem Jahr um weitere 10.000 Euro gekürzt – bereits 2013 war die finanzielle Unterstützung um die gleiche Summe zurückgefahren worden. Das Kulturbüro der Stadt und der Verein zur Förderung von Rockmusik, rocko e.v., rufen darum aktuell alle Festival-Besucher auf der offiziellen Internetseite auf, einen symbolischen Euro zu spenden.

Sponsorensuche

„Es ist der erklärte Wille der Stadt, Olgas Rock in seiner derzeitigen Form zu erhalten“, erklärt Stadtsprecher Rainer Suhr auf NRZ-Anfrage. „Gerade für die junge Zielgruppe ist es eine wertvolle und attraktive Veranstaltung.“ Doch aufgrund der schwierigen Finanzsituation der Stadt, könne die bislang geleistete Unterstützung nicht aufrechterhalten werden. „Darum ist bereits vor zwei Jahren im Haushaltssanierungsplan die Entscheidung gefallen, in den Jahren 2013 und 2014 den Zuschuss jeweils um 10.000 Euro zu kürzen“, so Suhr.

Um dennoch zu verhindern, dass die Besucher des Festivals Eintritt zahlen müssen, sollen weitere Sponsoren gefunden werden. „Gerade im Osterfelder Umfeld wurde nach weiteren Unterstützern gefahndet“, ergänzt der Stadtsprecher.

Finanzierungslücke auffangen

Außerdem setzen die Veranstalter auf die Spendenbereitschaft der Musikfreunde. „Ihr könnt euch vorstellen, dass die Bühnen, die über mehrere Tage auf- und wieder abgebaut werden, die exzellente Veranstaltungstechnik und natürlich die Bands Geld kosten; und zwar soviel Geld, wie es lediglich durch den Getränkeverkauf, Merchandising und einige Sponsoren nicht wieder eingenommen werden kann“, werden auf der offiziellen Internetseite von Olgas Rock die Hintergründe beleuchtet.

„Hier ist in den vergangenen Jahren die Stadt Oberhausen stets eingesprungen. Durch die hohe Verschuldung der Stadt muss dieser Zuschuss jetzt aber erheblich niedriger ausfallen“, lautet die Erklärung weiter. Das Kulturbüro und rocko e.v. haben aber eine Alternative auserkoren. „Doch es gibt eine ziemlich einfache Rechnung: wenn jeder Olgas-Rock-Fan am Eingang einen Euro spendet, kann die Finanzierungslücke wieder aufgefangen werden.“

Die Resonanz in den sozialen Netzwerken ist bislang positiv – Reaktionen reichen von „das wird schon keinen umbringen“, über „sollte jeder spenden“ bis „wird gemacht“.

 
 

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