Oberhausen

Oberhausen: Früher Schlager, heute Pop – Kult-Disco in Turbinenhalle ist wieder da

Das „Steffys“ in Oberhausen hat bei der Neueröffnung einiges aufgefahren.
Das „Steffys“ in Oberhausen hat bei der Neueröffnung einiges aufgefahren.
Foto: Funke Foto Services

Oberhausen. Der Betreiber der Turbinenhalle in Oberhausen hat sich nach elf Jahren dazu entschieden, den Club „Steffys“ umzubauen. Das hat nicht nur kosmetische Gründe.

Denn der Begriff „Discotheken-Sterben“, der schon so manche Kult-Disco gekillt hat, macht auch vor Oberhausen nicht Halt. Und dem will der Betreiber der Turbinenhalle und des „Steffys“ entgegenwirken.

Drei Monate wurde das „Steffys“ in der Turbinenhalle in Oberhausen umgebaut, jetzt ist es kaum noch wiederzuerkennen. Und am Wochenende konnten die ersten Gäste sich den neuen Look nun anschauen.

„Steffys“ in Turbinenhalle in Oberhausen hat einen neuen Look

Die prägnanten Säulen in der Halle wurden gekürzt, es gibt mittlerweile eine Pyro-Show, die Rammstein neidisch machen könnte und gigantische Nebelkanonen dampfen die Tanzfläche ein. Zudem gibt es mehrere großflächige LED-Leinwände im ganzen Club und die Inneneinrichtung ist komplett in Schwarz gehalten.

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Michael Neumann, Betreiber der Turbinenhalle und des „Steffys“ setzt mit dem Umbau voll auf einen Neuanfang. Und dieser soll sich auch musikalisch widerspiegeln. Während früher im „Steffys“ Schlagersänger aufgetreten sind, wandelte sich das Klientel irgendwann, die Musik mit ihm. Und auch jetzt soll das Repertoire ausgebaut werden: Neben R'n'B soll es nun auch mehr Elektro-Partys geben.

Während der Freitagabend immer noch den jüngsten Partygängern ab 16 Jahren gehören soll, will Neumann den Samstag den Älteren überlassen. Erst ab 20 Jahre kommt man dann in den Club.

Neues Konzept soll Disko-Sterben verhindern

Mit dem neuen Konzept, der neuen Ausstattung und auch den neuen Künstlern möchte Michael Neumann verhindern, was schon so vielen alteingesessenen Diskotheken widerfahren ist: das Aussterben.

Das „Steffys“ wurde vor elf Jahren ins Leben gerufen, nachdem die Turbinenhalle als reine Discothek schon längst nicht mehr bespielt werden konnte. Stattdessen findet die Disco nur noch in einer Halle statt, in den anderen werden Konzerte, Comedy-Abende oder Messen veranstaltet.

Vor dem „Steffys“ war dort der T-Club, der im Juni 2019 eine Revival-Party in der Turbinenhalle 1 feierte. Diese soll sich übrigens im Jahr 2020 wiederholen. Ob das „Steffys“ nun dem Disco-Tod von der Schippe gesprungen ist, wird sich zeigen. (fb)

 
 

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