Oberhausen

Oberhausen: Freund (34) soll Opfer (†33) tagelang gequält und dann ermordet haben – Freunde ließen ihn auffliegen

Kurz vor Weihnachten entdeckten die Leichen in Oberhausen:
Kurz vor Weihnachten entdeckten die Leichen in Oberhausen:
Foto: WTV News
  • Einem 34-Jährigem wird vorgeworfen, kurz vor Weihnachten einen Freund zu Tode geprügelt zu haben
  • Über mehrere Wochen quälte und peinigte er ihn
  • Freunde ließen ihn letztlich auffliegen

Oberhausen. Kurz vor Weihnachten ging ein 33-jähriger durch die Hölle. Sein Peiniger (34) malträtierte sein Opfer mindestens eine Woche mit Schlägen und Tritten, bevor er am 17. Dezember verstarb.

Die Staatsanwaltschaft verrät nun neue Details zum brutalen Mord in Oberhausen-Osterfeld.

Oberhausen: Tatverdächtiger peinigt sein Opfer (†33) zu Tode

Der Tatverdächtige quartierte sich bei dem Bekannten ein, hatte selbst die eigenen Wohnung verloren. Opfer und der mutmaßliche Täter kannten sich schon seit Jahren. Staatsanwalt Garip Günes-Böhm spricht gar von einer Schulfreundschaft. Als Grund gab er später Schulden auf Grund von Drogengeschäften an. Die Ermittler konnte das Motiv bisher nicht verifizieren.

„In der letzten Woche vor dem Mord kam ebenfalls eine 28-Jährige bei dem späteren Mordopfer unter“, erklärt der Staatsanwalt.

Während der 33-Jährige Schläge gegen Kopf, Gesicht und weitere Körperteile ertragen musste, wurde die 28-Jährige nach eigenen Angaben dazu gezwungen, den Mann zu verarzten. „Auch sie kann man als Opfer ansehen“, beschreibt Günes-Böhm ihre verzwickte Lage. Auch sie soll geschlagen und bedroht worden sein.

Kennengelernt hatte sie ihren Peiniger über das Internet.

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Tatverdächtiger flieht zu Freunden und wird verpfiffen

Am 17. Dezember erliegt der Gepeinigte seinen Verletztungen. Erst fünf Tage später entschließt der Tatverdächtige, gemeinsam mit der 28-Jährigen zu Freunden nach Werdohl im Märkischen Kreis zu fliehen. Dort weiht der 34-Jährige das befreundete Pärchen in den Plan ein, die Leiche unauffällig verschwinden zu lassen.

Doch sie lassen sich auf den plumpen Plan nicht ein. Im Gegenteil: Nachdem der mutmaßliche Täter von dem Mord berichtet hat, verlassen sie das Haus, schließen die Tür ab. Sie suchen ihre Nachbarn auf, um per Telefon die Polizei zu verständigen.

Als die Beamten in die Wohnung kommen, sitzt der 34-Jährige auf der Couch. Er hatte nicht damit gerechnet, dass er aufgeflogen war. Im anschließendem Verhör gab er vollumfänglich zu, den 33-jährigen Freund zu Tode geprügelt und geschlagen zu haben.

Seine Begleitung hingegen belastete ihn schwer und erstattete ihrerseits Anzeige. Sie durfte umgehend das Polizeigewahrsam entlassen.

Angeklagter saß bereits zwei Mal im Gefängnis

Vermutlich startet der Prozess gegen den Angeklagten zwischen Mai und Juni. Es ist nicht sein erster Prozess: Bereits zwei Mal saß er für neun Monate und ein Jahr und zehn Monate hinter Gittern - in beiden Fällen wegen Gewaltdelikten. Diesmal gilt das Mordmerkmal der Grausamkeit.

Sollte sich die Anklage erhärten, muss er eine lebenslange Haftstrafe antreten.

 
 

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