Oberhausen

Oberhausen: Leiche in Rhein-Herne-Kanal entdeckt - ließen diese Worte Durmis R. ausrasten?

Oberhausen: Mann tötete Ehefrau und versenkt sie im Rhein-Herne-Kanal

Prozess vor dem Landgericht Duisburg.

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Oberhausen. Prozessbeginn nach einem grausamen Verbrechen in Oberhausen!

Mit dicker Winterjacke, tiefen Furchen im Gesicht und gesenktem Kopf sitzt Durmis R. (39) auf der Anklagebank im Landgericht Duisburg.

Oberhausen: Mann tötete Ehefrau und warf ihre Leiche in den Rhein-Herne-Kanal

Der im Kosovo geborene, und zuletzt in Essen lebende Mann, hatte seine Ehefrau im vergangenen April getötet. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft räumte er in einer Erklärung seiner Verteidiger gleich zu Beginn des Prozesses ein.

Demnach sei es in der Nacht vom 11. auf 12. April 2019 in der Wohnung in Oberhausen zum Streit zwischen ihm und seiner Frau gekommen. Das Paar, das sich schon zuvor mehrfach getrennt hatte, plante nach Essen in eine neue Wohnung zu ziehen, um dort ein neues Leben zu beginnen.

Zuvor war der Angeklagte offenbar immer tiefer in seinen Glauben geflüchtet, hatte sich zunehmend radikalisiert, etwa seinen Kindern und seiner Frau verboten das Haus zu verlassen. Der Angeklagte bestreitet aber, dass sich seine Radikalisierung auf die Tat im April ausgewirkt hätte.

Frau wollte sich wohl trennen

Viel mehr habe seine Frau ihm eröffnet, dass sie keine Zukunft mit ihm sehe. Sie soll auf dem Bett gesessen und gesagt haben: „Ich kann so nicht weiterleben, ich habe dich nie geliebt, nie einen Orgasmus bekommen, war nie glücklich mit dir.“

Die Hoffnung auf einen Neuanfang sei geplatzt wie eine Seifenblase, heißt es in der Einlassung des Angeklagten. „Die Worte sind wie ein Sturm über mich hereingebrochen", so Durmis R. Er sei daraufhin ausgerastet und habe auf sie eingeschlagen, sie am Schal gezogen, „alles erdenkliche an Gewalt ausgeübt".

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Die Staatsanwaltschaft spricht in ihrer Anklage von „stumpfer Gewalt" gegen Kopf und Oberkörper. Im Anschluss soll Durmis R. seine Frau erdrosselt haben. „Als ich zu Besinnung kam, habe ich gesehen, was ich angerichtet habe." Er habe dann den toten Körper seiner Frau in Bettwäsche und Plastiksäcke gepackt und in den Rhein-Herne-Kanal geworfen.

Angeklagte flüchtete in den Kosovo

Hier entdeckte eine Kanufahrerin das Paket mit der Leiche darin einige Tage später. „Nach der Tat soll der Angeklagte in den Kosovo geflüchtet sein", sagte Gerichtssprecherin Sarah Bader. Hier wurde er geschnappt und später nach Deutschland ausgeliefert.

Die schreckliche Tat tue ihm sehr leid: „Ich kann mich nur entschuldigen, vor allem bei meinen Kindern", so der Angeklagte. Ihm droht wegen Totschlag mindestens fünf Jahre Gefängnis.

 
 

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