Oberhausen, deine Jubiläen

Stau auf der A3 in Richtung Arnheim: Die „Hollandautobahn“ wurde 1965 fertiggestellt.
Stau auf der A3 in Richtung Arnheim: Die „Hollandautobahn“ wurde 1965 fertiggestellt.
Foto: WAZ FotoPool
Es gibt viel zu feiern: Die Stadtsparkasse wurde vor 150 Jahren gegründet, vor 100 Jahren Oberhausen Großstadt. Seit 25 Jahren gibt es die Umsicht.

Oberhausen.. Gründung des Vorläufers der Stadtsparkasse, Oberhausen wird Großstadt und mit dem Fraunhofer-Institut Umsicht siedelt sich eine Forschungseinrichtung vor Ort an, die sich den technischen Fortschritt auf die Fahne geschrieben hat: 2015 gibt es in Oberhausen das eine oder andere Jubiläum zu feiern. Ein Überblick.

150 Jahre alt und keinesfalls ein altes Eisen:

1865 gründete sich mit der Gemeindesparkasse Oberhausen ein Vorläuferinstitut der heutigen Stadtsparkasse. Der allererste Eintrag ins Kontobuch, die Einzahlung von „50 Thalern“ von einem gewissen Stephan Austermann, datiert auf den 6. Oktober diesen Jahres. Es war jedoch nicht die erste Sparkasse auf dem Stadtgebiet, bereits seit 1842 gab es die Werksparkasse der Gutehoffnungshütte.

Ebenfalls 1865 fasste mit einer Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) die Sozialdemokratie in Oberhausen Fuß – die 1863 ins Leben gerufene Arbeiterpartei war eine der Vorgängerorganisationen der SPD.

100 große Jahre:

Seit 100 Jahren kann Oberhausen von sich behaupten, Großstadt zu sein. Die damals noch nicht mit Sterkrade und Osterfeld vereinigte Stadt hat nämlich am 1. April 1915 die Grenze von 100.000 Einwohnern überschritten – an diesem Tag wurden Teile von Borbeck, Dellwig und Frintrop eingemeindet. Die höchste Einwohnerzahl verzeichnete Oberhausen, bedingt durch den Zuzug von Flüchtlingen, übrigens 1963 – damals wohnten 260.570 Menschen in der Stadt.

In Sterkrade wird Bürgermeister Eugen zur Nieden auf eigenen Wunsch in den Ruhestand versetzt. Noch heute erinnert der nach ihm benannte Ring an sein Wirken.

50 Jahre ist es her,

da wurde das letzte Teilstück der „Hollandautobahn“ fertiggestellt. Der 28 Kilometer lange Abschnitt zwischen Hamminkeln und Emmerich wurde am 27. April für den Verkehr freigegeben. Seit diesem Tag können Oberhausens Autofahrer auf direktem Wege ins Nachbarland fahren – nicht nur, um in Venlo „Kaffee zu kriegen“, wie das Frauenkabarettduo „Missfits“ einst sang.

An der Teutoburger Straße wurde im September 1965 zudem der Spatenstich für die Alteneinrichtung Elly-Heuss-Knapp-Stiftung ausgeführt – mit einem Investitionsvolumen von 8,25 Millionen Euro wird die Einrichtung seit 2012 modernisiert.

25 Jahre Mauerfall,

dieses Ereignis konnte im vergangenen November bejubelt werden. Nur kurz nach der Wende, im März 1990, ging Oberhausen eine Städtepartnerschaft und später eine Städtefreundschaft mit der sächsischen Stadt Freital ein.

Ein silbernes Jubiläum feiert 2015 zudem das an der Osterfelder Straße beheimate Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht). Mit einem Festakt und Rückblicken auf der eigenen Internetseite (www.umsicht.fraunhofer.de) wird das 25-jährige Bestehen begangen.

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