Oberhausen

Oberhausen: Besucher des Centro-Weihnachtsmarkts lassen sich nicht unterkriegen – „Wenn die Besucher sich fürchten, haben die Terroristen gewonnen“

Das Attentat in Straßburg erschütterte die Menschen in Frankreich. Die Besucher auf dem Centro-Weihnachtsmarkt lassen sich jedoch deswegen nicht unterkriegen. (Archivbild)
Das Attentat in Straßburg erschütterte die Menschen in Frankreich. Die Besucher auf dem Centro-Weihnachtsmarkt lassen sich jedoch deswegen nicht unterkriegen. (Archivbild)
Foto: Fabian Strauch / FUNKE FotoServices

Oberhausen. Der Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Straßburg erschütterte die Menschen in Frankreich. Der Attentäter schoss um sich und tötete dabei zwei Menschen.

Trotz dieser Tragödie lassen sich die Weihnachtsmarkt-Besucher in Oberhausen die Stimmung nicht nehmen.

Oberhausen: Keine Furcht vor einem Attentat

Auf dem Centro-Weihnachtsmarkt wirkt die Stimmung fröhlich und gelassen. Viele Besucher aus den Niederlanden und Nachbarstädten suchen die Stände auf, um sich einen Riesenkrakauer, Glühwein oder andere weihnachtliche Spezialitäten zu kaufen.

Eine Stimmung der Angst oder Unsicherheit ist bei den Besuchern nicht zu erkennen. Für Jürgen Kielmann (64) hat das einen Grund: „Das Attentat ist noch gar nicht lange her, aber man denkt schon bereits daran.“

Auch wenn der 64-Jährige keine Sorgen zeigt, hofft er dennoch, dass es in Oberhausen sicher ist: „Ich hoffe, dass die Sicherheitsvorkehrungen unbemerkt hochgefahren wurden. Aber das müsste mittlerweile auch eine Standardübung für die Polizei sein.“

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„Ich mache mir keine Sorgen“

Jörn Richter-Kruse (47) macht sich ebenfalls keine Sorgen, wenn er den Centro-Weihnachtmarkt besucht: „Attentate gab es auch vor 2001“. In dem Jahr gab es einen terroristischen Anschlag auf die World Trade Center in New York.

Er findet sogar, dass die Menschen sich keine Sorgen vor einem möglichen Attentat auf dem Weihnachtsmarkt in Oberhausen machen sollten: „Ich mache mir Sorgen, wenn die Besucher anfangen, sich Sorgen zu machen. Wenn sie sich fürchten, haben die Terroristen gewonnen.“

„Das Attentat hätte verhindert werden können“

Die Standbetreiberin Maria Grünholz verkauft auf dem Weihnachtsmarkt in Oberhausen Trockenfrüchte. Wie die Besucher fühlt sie sich sicher: „Ich mache mir keine Sorgen. Außerdem ist die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt unverändert geblieben. Die Besucher sind gut gelaunt.“

Doch sie meint, dass die französische Polizei das Attentat hätte verhindern können: „Der Täter war bereits bei der Polizei bekannt. Sie hätte früher eingreifen können.“

 
 

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