Nur kleine Gruppe protestiert gegen Pegida

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An ihren Hut hat sich Marga Schulte-Brauer einen Bleistift gesteckt. Sie wolle sich solidarisch erklären, sagt die 68-Jährige, solidarisch mit den Opfern des Attentats auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ mit zwölf Toten. Mit Marga Schulte-Brauer hat sich nur eine kleine Gruppe von Aktiven am Montagabend an der Marktstraße versammelt, um dagegen zu demonstrieren, dass sich die islamkritische Bewegung „Pegida“ dieses Attentat zu nutze machen wolle.

Gruppen der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pediga) demonstrieren seit Wochen in deutschen Großstädten. In Oberhausen fand ein solcher Protest bisher nicht statt. Helmut Klamser will das aber auch gar nicht abwarten: „Je mehr Menschen sich rechtzeitig gegen Pegida stellen, umso weniger hat Pegida eine Chance“, sagt der Organisator der Montagsdemo. Klamser und andere treffen sich seit zehn Jahren ein Mal in der Woche in der City um zu protestieren – eigentlich gegen die Hartz-IV-Reformen, diesmal gegen Pegida.

Dieter Elsenrath-Junghans ist spontan dazugekommen, ohne Schild, ohne Banner, dafür mit einer klaren Meinung: „Unter Pegida versammeln sich viele Gruppierungen, die gesellschaftlich nicht in Ordnung sind.“ Flagge zeigen wolle er deshalb, wie es Marga Schulte-Brauer mit ihrem Schild „Pegida-Muff? Stinkt mir“ macht. Die Pensionärin meint: „Pegida steht für einen Weg, der mit europäischem Fortschritt nichts zu tun hat.“ Empörend sei es, dass ausgerechnet diese Gruppe versuche, das Attentat von Paris für ihre Zwecke zu missbrauchen.

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