Streit um Mattlerbusch-Grundstücke in Oberhausen-Holten

Die Niederrhein-Therme gehört auch zum Revierpark-Mattlerbusch.
Die Niederrhein-Therme gehört auch zum Revierpark-Mattlerbusch.
Foto: WAZ FotoPool
Der Revierpark Mattlerbusch und Niederrhein-Therme benötigen Geld für Sanierungen. Dazu sollen zwei Flächen in Oberhausen-Holten als Bauland verkauft werden. Die Stadt sagt Nein dazu.

Oberhausen.. Um ihr Finanzloch zu stopfen, will die Revierpark Mattlerbusch GmbH zwei große Holtener Grundstücke verkaufen. Die beiden Grünflächen an der Burgstraße mit einer Gesamtgröße von 6000 Quadratmetern sollen nach dem Willen der Parkleitung als neues Bauland ausgewiesen werden, das besser zu vermarkten ist. Für diese Nutzung bräuchte es das Okay aus Oberhausen. Im Rathaus wird Widerstand angekündigt.

Revierpark-Leiter Hartmut Lange hofft auf mehrere Hunderttausend Euro aus dem Verkauf der beiden Grundstücke. „Wir brauchen diese Mittel, um Investitionen in unser Haus zu finanzieren und attraktiver für unsere Gäste zu sein“, sagt Lange. Seit Jahren sinken Besucherzahlen und Einnahmen bei steigenden Kosten. 2015 wird mit einem Verlust von 1,2 Millionen Euro gerechnet, den die Gesellschafter, die Stadt Duisburg und der Regionalverband Ruhr (RVR), ausgleichen müssen. Geld für Investitionen bleibt da nicht. „Unsere Gesellschafter können das nicht finanzieren“, sagt Lange.

Freiflächen haben hohe Umweltfunktion

Die Stadt Oberhausen will die beiden derzeitigen Grünflächen in Holten als solche erhalten. Sabine Lauxen, Umwelt- und Planungsdezernentin, unterstreicht den Wert solcher Freiflächen für Bürger. „Sie haben eine hohe Schutz- und Umweltfunktion für Menschen und Tiere“, sagt Lauxen.

Um die Holtener Flächen als Bauland auszuweisen, gebe es auch rein bürokratische Hürden, sagt Lauxen. Eines der Grundstücke diene als Kompensationsfläche, auf der bei Bauvorhaben Bäume gepflanzt werden. „Dafür müsste Ersatz geschaffen werden.“

Rigoros abwatschen will Lauxen die Mattlerbusch-Leitung nicht. „Wir werden uns das Vorhaben nochmals überlegen“, sagt sie.

Zwei weitere Flächen in Duisburg

Insgesamt vier in den 90er Jahren erworbene Grundstücke will Mattlerbusch seit einiger Zeit verkaufen. Auf ihnen wollte die damalige Leitung nach Angaben des Parks altengerechte Wohnungen oder ein Altenheim bauen. Die Pläne ließen sich über Jahre nicht umsetzen. Die Grundstücke konnten aber nicht für den Park genutzt werden.

Zwei der Grundstücke liegen in Duisburg. Bezirksvertreter aus dem Duisburger Norden stimmten zwar zu, die bisherigen Grünflächen als Bauland auszuweisen. Im Duisburger Rathaus allerdings sei man anderer Meinung, wie Hartmut Lange berichtet. Er betont, das besondere Verkaufsinteresse liege zudem auf den Oberhausener Grundstücken. „Sie sind aus unserer Sicht eher verwertbar.“ Rechts und links sind längst Wohnhäuser und ein neuer barrierefreier Wohnpark entstanden.

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