St. Martin zieht wieder durch den Stadtnorden von Oberhausen

Auch in diesem November ziehen die Oberhausener Kinder wieder mit ihren Laternen durch die Straßen.
Auch in diesem November ziehen die Oberhausener Kinder wieder mit ihren Laternen durch die Straßen.
Foto: Dahlke
St. Martin ist wieder im Stadtnorden unterwegs. Die Mädchen und Jungen haben ihren Laternen bereits griffbereit.

Sterkrade/ Osterfeld.  Sie bringen Wärme in die kalte Jahreszeit: die bunten, leuchtenden Laternen, die am Martinstag zu bekannten Liedern durch die Oberhausener Straßen getragen werden. In ihnen steckt viel Kreativität und Fleiß – haben die Kinder in Schule und Tagesstätte doch oft viele Wochen lang an ihnen gebastelt.

Mit den traditionellen Umzügen wird am Namenstag dem Heiligen Martin und seiner Geschichte gedacht.

Es ist die Geschichte vom Teilen des Mantels: Als der einstige Soldat Martin von Tours durch die kalte Nacht ritt, traf er auf einen Bettler – frierend, ohne Kleider. Martin trug nur seinen eigenen Mantel und sein Schwert mit sich – und so teilte er den Mantel und gab dem Bettler eine Hälfte, mit der er sich bedecken konnte.

„Es wird immer nur das Teilen benannt“, sagt Stadtdechant Peter Fabritz. „Aber darüber hinaus war Martin ein Soldat, der sein Leben geändert hat, sich hat taufen lassen und Christ wurde.“ Peter Fabritz betont, dass die Geschichte mit dem Teilen des Mantels noch nicht endet. Der Legende nach kehrte der Soldat Martin zurück ins Lager. In der Nacht erschien ihm Jesus im Traum, der ihm offenbarte, dass er der Bettler gewesen war. Die Botschaft: „Was ihr meinem Nächsten getan habt, das habt ihr mir getan.“ Daraufhin ließ sich Martin taufen.

Erst später sei die Tradition mit den Laternen entstanden. Warum die Laternen? Dr. Peter Fabritz spricht vom Heiligen Martin, der als „Licht in dunkler Nacht“ auftrat und „mit seinem vorbildlichen Wirken aufstrahlte“. Diese Geste sei aus seinem Glauben heraus erwachsen, sagt Peter Fabritz. „Jeder kann zum Licht für jemand anderen werden“, so der Stadtdechant. Es gehe darum, dass Gute in sich zum Strahlen zu bringen.

Termine aus dem Stadtnorden im Überblick:

6. November

Gemeinde Liebfrauen: 17 Uhr Treffpunkt Vorplatz Klosterkirche, Roßbachstraße, Martinszug, anschließend Mantelteilung.

7. November

Gemeinde St. Johann Holten: 18 Uhr Treffpunkt auf dem Schulhof der Kastellschule, Martinszug der Kastellschule, der Kita St. Johann Holten und der Evangelischen Kita Holten, anschließend Martinsfeuer und-spiel auf dem Sportplatz Grün-Weiß-Holten, Bahnstraße.

Gemeinde St. Josef Buschhausen: 18 Uhr Treffpunkt vor der Kirche St. Josef, Lindnerstraße und 18.15 Uhr an der Grundschule Buschhausen, Friesenstraße. Beide Züge treffen sich an der Kreuzung Bachstraße/ Brinkstraße. Martinsfeuer und – spiel im Pantoffelpark, anschließend gemütliches Beisammensein auf dem Kirchplatz an der Josefkirche.

Hirschkampschule: Ab 17.15 Uhr musikalisches Rahmenprogramm am Standort „Walsumermarktstraße“, dann macht sich der Zug auf den Weg Richtung Schulhof „Zum Ravenhorst“. Begleitet wird das von der Bergkapelle Prosper Haniel. Anschließend: Martinstombola und Beisammensein auf dem Schulhof.

Biefang: 17 Uhr Gemeinsamer Zug der Kindertageseinrichtung Biefang, der benachbarten Königsschule und der Bürger-Interessensgemeinschaft Biefang, der von der Martinskapelle musikalische begleitet wird. Treffpunkt: Parkplatz der KTE, Dienststraße 107. Abschlussfeier anschließend auf dem Schulhof der Königschule mit Martinsfeuer.

10. November

GGS Moltkeschule, Barmingholten: ab 17.45 Uhr gemeinsames Singen, danach Martinszug ab Schulhof. Anschließend Rückkehr zum Martinsfeuer hinter der Schule, wo die Kinder der 4. Klasse die Martinsgeschichte nachspielen und das Martinslied gemeinsam gesungen wird.

Alsfeldschule: 18 Uhr Start des Martinszuges vom Schulhof aus, Kinder stellen sich zuvor zwischen 17.45 und 18 Uhr ohne Elternbegleitung auf. Nach dem Zug findet ein gemütliches Beisammensein am Martinsfeuer auf dem Schulhof mit traditioneller Martinstombola statt.

13. November

Gemeinde St. Barbara Königshardt: 17 Uhr Treffpunkt vor der St. Barbara Kirche, anschließend Martinszug, Martinsspiel auf der Gemeindewiese hinter der Kirche.

 
 

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