Rieforths Hof: Alle hoffen auf eine zügige Weg-Öffnung

Die Wegverbindung über den Sterkrader Kanal ist gesperrt.
Die Wegverbindung über den Sterkrader Kanal ist gesperrt.
Foto: Fabian Strauch
Die Stadt Oberhausen ist bestrebt, die derzeit gesperrte Verbindung über den Sterkrader Kanal in ihre Unterhaltspflicht zu übernehmen.

Oberhausen.  Seit Monaten hält die Sperrung des Wegs zwischen Kyffhäuserstraße und Hegerfeldstraße über den Sterkrader Hauptkanal an (wir berichteten). Nach eine Überprüfung sieht die Stadtverwaltung keine rechtliche Handhabe, die Öffnung durch den privaten Eigentümer zu erzwingen. Sie setzt auf eine mittelfristige Lösung. Ute Weyen vom Stadtteilarbeitskreis Biefang/Schwarze Heide hat jetzt Bezirksbürgermeister Ulrich Real gebeten, sich einzuschalten.

„Diese Verbindung besteht als befestigter Fußweg seit Jahrzehnten“, schreibt sie dem Vorsitzenden der Bezirksvertretung Sterkrade. Sie sei als Wewel­straße bekannt, jedoch seit einiger Zeit in Rieforths Hof umbenannt. Als Schul-, Kirch- und Einkaufsweg für die Bewohner von Weierheide und Schwarze Heide sei sie rege genutzt worden. Neuerdings aber sei sie durch feste Zaunelemente und Betonblöcke in Höhe der Brücke über den Kanal für die Öffentlichkeit versperrt. Alle Vertreter der im Arbeitskreis mitwirkenden Schulen, Kindergärten und Vereine hätten sich bei ihrem letzten Treffen dafür ausgesprochen, den Bezirksbürgermeister einzuschalten. „Wir bitten Sie herzlichst, unser Anliegen zu prüfen, um zu einer gütlichen Einigung zukommen“, schreibt Weyen weiter.

Vor allem Schüler der Gesamtschule Weierheide seien von der Sperrung betroffen. Sie würden die Verbindung normalerweise als Weg zur Bushaltestelle an der Hegerfeldstraße nutzen. Auch die Zusammenarbeit der anderen dortigen Schulen, der Schwarze-Heide-Schule, einer Grundschule, und der beiden Förderschulen an der Hagedornstraße und der Von-Trotha-Straße, werde dadurch erheblich erschwert, berichtet Weyen. Denn der gesperrte Weg stelle die nächstgelegene und ungefährlichste Verbindung für die Schüler dar. Sie wundert sich, dass der Weg vor kurzer Zeit noch auf dem jetzt gesperrten Teilstück neue Laternen erhalten habe.

Pflasterung geplant

Auf Nachfrage der Redaktion erläuterte Sabine Janclas vom Bereich Tiefbau der Stadtverwaltung die Situation: „Die Stadt ist bestrebt, den Weg in ihre Unterhaltungspflicht zu übernehmen.“ Sein bisheriger Eigentümer sehe sich nicht mehr in der Lage, die Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen, ihn also verkehrssicher zu unterhalten. Daher die Sperrung.

Auf Dauer soll der Weg nach Angaben von Janclas noch gepflastert werden. Für die Zwischenzeit werde mit dem Eigentümer noch nach einer Zwischenlösung gesucht, die kurzfristig umgesetzt werden könne. So sei vorübergehend eine Lösung denkbar, den Weg mit entsprechender Beschilderung „auf eigene Gefahr“ freizugeben. Aber das müsse noch mit dem Eigentümer abgestimmt werden.

Die Emschergenossenschaft erfuhr erst durch Nachfrage der Redaktion davon, dass der Weg gesperrt ist. Sie unterhält an ihm die Brücke über den Sterkrader Hauptkanal. Auch sie konnte vorläufig nicht erklären, wie es möglich ist, dass sie dort eine Brücke gebaut hat, ohne dass das öffentliche Wegerecht dort gesichert ist.

 
 

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