Projekthaus in Oberhausen-Osterfeld wird Jugendzentrum

In diesem „kleinen Projekthaus“ an der Westfälischen Straße sollen bald Jugendliche ihren Treffpunkt finden.
In diesem „kleinen Projekthaus“ an der Westfälischen Straße sollen bald Jugendliche ihren Treffpunkt finden.
Foto: Gerd Wallhorn
Bezirksvertreter in Osterfeld stimmten für den Standort nahe der Gesamtschule Oberhausen-Osterfeld.Begegnungsstätte mit Beratungsangebot.

Oberhausen.  Das so genannte „kleine Projekthaus“ an der Gesamtschule, Westfälische/Heinestraße, soll zum neuen Jugendzentrum für den Stadtbezirk ausgebaut werden. Dafür gab jetzt die Bezirksvertretung ihre Zustimmung. Nur die CDU-Mitglieder enthielten sich am Ende der Stimme.

„Cliquen-Raum“ wird eingerichtet

Danach soll darin auf mindestens 350 Quadratmetern ein Begegnungsraum für Kinder und Jugendliche entstehen, also ein offener Aufenthaltsbereich mit kleinem Jugendcafé, Mehrzweck- und Beratungsräumen und einem „Cliquen-Raum“, in den sich Gruppen ungestört zurückziehen können, ferner Büros und Sanitärräume. Auch der Schulhof der Gesamtschule soll mitgenutzt werden.

Finanziert werden soll der Umbau aus Mitteln des Förderprogramms „Soziale Stadt“, aus dem in den nächsten Jahren eine umfassende Stadtteilerneuerung für Osterfeld durchgeführt wird.

Dabei wird der Stadtteil Osterfeld wegen seines hohen Anteils an jungen Leuten, an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Haushalten mit Kindern, kinderreichen Familien und alleinerziehenden Haushalten als Entwicklungsschwerpunkt für eine intensivere Jugendarbeit angesehen.

Die Jugendlichen sollen in dem neuen Jugendzentrum nicht nur ihre Freizeit verbringen können. Dort soll es auch die verschiedene Beratungsangebote geben. Drei Organisationen haben Interesse daran bekundet, die Trägerschaft für die Einrichtung zu übernehmen: das Katholische Jugendwerk Oberhausen, der Evangelische Kirchenkreis und die Sozialistische Jugend „Die Falken“.

Konzept erarbeiten, Träger finden

Während die Stadtverwaltung von Anfang an die Nachbarschaft der Gesamtschule als Standort favorisiert hat, gab es bei der CDU Bedenken. Für sie regte Denis Osmann an, dazu auch den in Gründung befindlichen Beirat für die Stadterneuerung zu befragen.

„Verschlechtert diese Verzögerung die Förderbedingungen für das Projekt?“, wollte SPD-Sprecher Stefan Zimkeit wissen. Dann sei aus seiner Sicht ein weiterer Zeitverzug nicht hinnehmbar.

Genau das aber gab Beigeordnete Sabine Lauxen zu bedenken. Der neue Beirat tage erstmals in der kommenden Woche. Sein Votum könnte erst in der Dezember-Sitzung der Bezirksvertretung mitgeteilt werden. „In Zukunft wird der Beirat nicht mehr übergangen“, versicherte sie.

Klaus Gohlke, Leiter des städtischen Bereichs Kinder, Jugend, Bildung, gab zu bedenken, spätestens in einem Jahr müssten die Mittel beantragt werden. Bis dahin gelte es, das genaue Konzept für die Einrichtung zu erarbeiten und den Träger zu finden. Der Standort sei ja nie umstritten gewesen, auch nicht bei den Jugendlichen selbst.

Allerdings ist in der Sitzungsvorlage davon die Rede, im Jugendparlament sei auch von einem Standort „auf neutralem Boden“, zum Beispiel am Olga-Park, gesprochen worden. Die Gefahr, durch eine solche Diskussion das Projekt um ein Jahr zu verzögern, bewog SPD und Grüne, auf eine Entscheidung zu drängen. „Der Standort wird von den Jugendlichen befürwortet“, betonte Elke Kauenhowen (Grüne).

 
 

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