Nachtwächter freuen sich auf stimmungsvolle Rundgänge

Die Holtener Nachtwächter Thorsten Rohmert und Dennis Herrmann freuen sich auf stimmungsvolle Rundgänge.
Die Holtener Nachtwächter Thorsten Rohmert und Dennis Herrmann freuen sich auf stimmungsvolle Rundgänge.
Foto: Bögeholz
Seit 1985 sind die Nachtwächter in Oberhausen-Holten unterwegs – am Wochenende ist nun der Auftakt zu den Rundgängen 2016.

Oberhausen.  Schon der schnelle Blick auf den Stadtplan zeigt: Holten ist etwas ganz Besonderes. Ein Ort mit mittelalterlichem Siedlungskern, ganz im Westen Oberhausens gelegen und mit einem speziellen Flair ausgestattet. All das wird sich ab Samstag wieder in ganz wunderbarer Weise zeigen, denn dann beginnen die Holtener Nachtwächter-Rundgänge 2016. Licht an!

Thorsten Rohmert und Dennis Herrmann sind schon bestens präpariert – die beiden sind bereits seit fünf Jahren als Holtener Nachtwächter unterwegs, aber in diesem Jahr führen sie erstmals voll und ganz die Regie bei dieser Aktion. Am Samstag, 26. November, geht es los. Dann findet der erste Nachtwächter-Rundgang statt. Treffpunkt ist an der Krumme Straße 45 um 18 Uhr. Dieser erste Rundgang klingt um 20 Uhr am evangelischen Gemeindehaus aus, begleitet vom Gospelchor „Joyful Noise“.

An allen folgenden Adventssamstagen gibt es weitere, stimmungsvolle Rundgänge, jeweils mit dem 18-Uhr-Treffpunkt Krumme Straße 45. Diese Rundgänge klingen am katholischen Pfarrheim (3. Dezember, mit Nikolaus!), am Kastell Holten (10. Dezember, Holtener Weihnachtsmarkt) und auf dem Holtener Marktplatz aus (17. Dezember, mit ev. Blasorchester).

Mit Hellebarde, Speer, Tröte und Licht

Ausgestattet mit Hellebarde, Speer, Tröte und Licht sind die beiden Nachtwächter natürlich stets dabei. Thorsten Rohmert und Dennis Herrmann sind zwei Nachtwächter, die mit großem Engagement bei der Sache sind. Das merkt man sofort, wenn man mit ihnen ins Gespräch kommt. Sie wollen die 1985 ins Leben gerufene Holtener Nachtwächter-Tradition weiterhin hegen und pflegen. Im Vorjahr wurden sie bei ihrem Rundgang noch von Erstnachtwächter Norbert Schmitz begleitet, der leider im Januar 2016 verstorben ist. Nun sind die beiden Nachfolger also erstmals wirklich allein verantwortlich – sie wollen diese Herausforderung meistern und die Nachtwächter-Tradition mit kleinen, behutsamen Änderungen fortführen.

Natürlich wird auch wieder für einen guten Zweck gesammelt. In diesem Jahr gehen die Spenden an das Behindertenzentrum Alsbachtal. Karin Lehmkühler und Helga Kriebel begleiten den Umzug und sammeln die Geldspenden ein.

Schmalzbrot und Schnäpschen

Viele Holtener und zahlreiche Familien mit ihren Kindern werden an den Umzügen wieder teilnehmen. Anwohner und Nachbarschaften an der Route werden die Teilnehmer wieder mit Getränken und Verpflegung versorgen – vom Schmalzbrot bis zum Schnäpschen. Das ist gute Tradition in Holten, wo der verwinkelte Ortskern geradezu zu solch’ einer Veranstaltung einlädt. Nicht zu vergessen: Anlässlich des mittlerweile schon 32. Rundgangs findet am Sonntag, 27. November, um 9.45 Uhr eine Hl. Messe in der katholischen Kirche St. Johann statt. Auch bei diesem Programmpunkt hoffen die beiden Nachtwächter auf eine rege Beteiligung.

Spenden-Empfänger wechselt jährlich

Im Wechsel sammeln die Holtener Nachtwächter seit den 80-er Jahren jeweils für das Behindertenzentrum Alsbachtal, für das Friedensdorf Oberhausen und die Lebenshilfe. Eine beachtliche Gesamtsumme von über 130 000 Euro ist dabei dank der Unterstützung der Holtener bereits zusammengekommen.

Den ersten Nachtwächter-Rundgang gab es 1985 anlässlich der 675-Jahr-Feier in Holten, die damals in der ganzen Region Beachtung fand. Aus der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) heraus entstand seinerzeit die Idee, solche Rundgänge zu starten – eine Idee mit Langzeitwirkung.

 
 

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