Investor verteidigt Millionen-Neubauprojekt in Oberhausen

Der Wohnpark am Golfplatz geht der Vollendung entgegen - drei Häuser stehen, ein viertes wird noch gebaut.
Der Wohnpark am Golfplatz geht der Vollendung entgegen - drei Häuser stehen, ein viertes wird noch gebaut.
Foto: Brenneken
„Wohnpark am Golfplatz“-Investor Heinz-Jürgen Schmitz hält die Kritik des Projektnachbarn an dem Vorhaben für völlig unbegründet.

Klosterhardt..  Für vollkommen haltlos und unbegründet hält Heinz-Jürgen Schmitz die Befürchtungen von Michael Fenger mit Blick auf dessen Eigenheim im Hinterland der Harkortstraße.

Schmitz ist der Bauherr und Investor für den dort entstehenden Wohnpark am Golfplatz mit zusammen 34 Eigentumswohnungen in vier Mehrfamilienhäusern. Das vierte von ihnen wird gebaut. Und davor sorgt sich Michael Fenger, der Nachbar (wir berichteten), vor allem wegen der tiefen Baugrube für die Tiefgarage.

Aus Sicht von Schmitz trägt das aber nur Unruhe in die Nachbarschaft und schreckt Interessierte davon ab, sich für den Kauf dort zu entscheiden. „Die Eigentümergemeinschaften haben mit dem Gebäude Fenger nichts zu tun und können auch nicht schadenersatzpflichtig gemacht werden“, betont der Investor. Außerdem sei bereits ein Bausachverständiger in seinem Auftrag im Haus von Michael Fenger gewesen, um den Zustand dieses erst vier Jahre alten Eigenheims für den Fall etwaiger Forderungen vor Baubeginn zu begutachten.

„Viel mehr kann ich doch nicht tun“, sagt der Investor aus Wesel. „Im eigenen Interesse haben wir für alle Baugruben sehr umfangreiche Gutachten über Standsicherheit und Bodenbeschaffenheit anfertigen lassen“, berichtet Schmitz.

Schon zuvor habe er sich dort an alle möglichen Regularien gehalten. 2014 habe er eine Bauvoranfrage für die vier Mehrfamilienhäuser bei der Stadt eingereicht. Die sei positiv beschieden worden. Und so sei es auch später mit den Bauanträgen gewesen. Für die Vorgeschichte mit der geplanten Ei­genheim-Bebauung könne ja er, Schmitz, nichts. Michael Fenger seien alle Unterlagen über sein Wohnprojekt zur Verfügung gestellt worden. Der Nachbar hätte dagegen vor dem Verwaltungsgericht Klage erheben können, habe das aber nicht getan. Aus seiner Sicht hätte er dabei auch schlechte Aussichten gehabt. Fenger hatte sein Grundstück vom gleichen Verkäufer wie Schmitz erworben, allerdings in dem Glauben, in einem reinen Einfamilienhaus-Gebiet zu bauen. Wenn Fenger es versäumt habe, den Verkäufer seines Baugrundstücks durch eine Vertragsklausel dazu zu verpflichten, dort auch tatsächlich Eigenheime zu bauen, könne doch er, Schmitz, nichts dafür.

„Wir hatten zumindest damals Verständnis für Herrn Fenger“, berichtet Heinz-Jürgen Schmitz. Fengers Grundstück liege wie auf einer Insel in seinem Baugebiet. Er könne es auch nur über ein Wegerecht anfahren. Man sei ihm und seinen Wünschen auch entgegengekommen. Heinz-Jürgen Schmitz: „Ich ha­­be die Montage einer Gabionenwand als Sicht- und Schallschutz im Wert von 10 000 Euro übernommen.“

Dass Fenger aber seitdem die beteiligten Behörden mit Beschwerden überhäufe und auch sein Wohnprojekt in Misskredit bringe, sei nicht akzeptabel.

„Unbegründete Spekulationen“

Schließlich handele es sich um ei­ne Zehn-Millionen-Euro-Investition am Standort Oberhausen. Zahlreiche Bauunternehmen und ihre Beschäftigten würden davon profitieren. Die Stadt erziele Steuereinnahmen. Es entstünden dabei hochwertige, äußerst attraktive Wohnungen in einer sehr guten Lage.

Da gebe es keinen Grund, das Projekt durch unbegründete Spekulationen in ein schlechtes Licht zu rücken, betont Heinz-Jürgen Schmitz.

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