Für „Piwy’s Burger“ fahren Kunden kilometerweit

Pierre Wroblewski, kurz Piwy, hat Erfolg mit der Selbstständigkeit.Foto:C. Walden
Pierre Wroblewski, kurz Piwy, hat Erfolg mit der Selbstständigkeit.Foto:C. Walden
Foto: WAZ FotoPool
Vor einem Jahr haben wir Pierre Wroblewski aus Oberhausen vorgestellt. Der damals 30-Jährige hat sich mit seiner Leidenschaft, dem Kochen selbstständig gemacht. Ein Besuch bei „Piwy’s Burger“ in Oberhausen-Sterkrade zeigt: Seine Sattmacher mit Fleisch aus artgerechter Zucht kommen an

Oberhausen. Und er würde es immer wieder tun: Vor einem Jahr hat sich Pierre Wroblewski mit dem ganz besonderen „Piwy’s Burger“-Laden in Sterkrade selbstständig gemacht.

Statt des bekannt-schlabberigen Fast-Foods bietet der heute 31-Jährige Sattmacher ohne künstliche Zusatzstoffe, dafür mit Fleisch aus regionaler, artgerechter und ökologischer Zucht an und kombiniert diese mit fair gehandelten Bio-Getränken. Das trifft – mit vegetarischer Alternative – den Nerv der Zeit: „Das erste Jahr lief super“, sagt Pierre Wroblewski. „Wir haben sogar Kunden, die kommen aus Krefeld.“ Seine Geschäftsidee will er nun ausbauen.

Architektur sollte es eigentlich für Pierre Wroblewski sein, doch dieses Fach, das wurde ihm während des Studiums klar, lag ihm nicht. Stattdessen wollte er sich mit seiner Leidenschaft, dem Hobby, dem Kochen, selbstständig machen – ein ungewöhnlich mutiger Sprung ins kalte Wasser für einen jungen Menschen.

Team vergrößert

„Ich hatte viel Unterstützung“ - und bald einen guten Ruf: Stammkunden kamen auch dann wieder, als das Geschäft im Frühjahr 2013 für einige Wochen wegen technischer Probleme schließen musste.

Mittlerweile hat Pierre Wroblewski einen zweiten Grill installiert und sein Team vergrößert, um der Nachfrage Herr zu werden. Für Kunden gibt es drei Stellplätze im Hof und mehr Sitzplätze im Imbiss. Denn auf einen von „Piwy’s Burgern“ muss man manchmal etwas warten - gut’ Ding will Weile haben. Den Lieferdienst musste Wroblewski deshalb aufgeben – die Nachfrage war so groß, dass er mit der Herstellung nicht mehr nachkam. Dafür soll es ein Mittagsangebot geben.

Denkt er noch manchmal ans Architekturstudium? „Gelegentlich bin ich nostalgisch, aber eigentlich, nein, das hier ist genau richtig.“