Firmenjubiläum beim „kleinen Krupp“ von Oberhausen-Sterkrade

Unternehmens-Jubiläum in Sterkrade: Monika und Jörg Stietzel in den Geschäftsräumen von Spickermann.
Unternehmens-Jubiläum in Sterkrade: Monika und Jörg Stietzel in den Geschäftsräumen von Spickermann.
Foto: Tom Thöne
  • Seit dem Jahr 1866 gibt es bereits das Unternehmen Spickermann in Sterkrade
  • In vierter Generation ist das Haushaltswaren-Fachgeschäft mittlerweile präsent
  • Wilhelm Spickermann (1883-1954) trug einst den Spitznamen: „Der kleine Krupp“

Oberhausen.  Im Vorfeld des Sterkrader Lichterfestes am 6. November steht dort ein ganz besonderes Geschäftsjubiläum an: 150 Jahre Spickermann! Über vier Generationen ist diese Firma in Sterkrade-Mitte präsent. Eine Zeitreise von 1866 bis 2016.

Das Deutsche Kaiserreich war noch nicht gegründet, als Schlossermeister Carl Spickermann 1866 seinen Handwerks- und Handelsbetrieb gründete, wo er mit seiner Frau Eisenwaren, Hausrat und Geschirr anbot. Mit Erfolg. Denn das Unternehmen etablierte sich schnell und viele Kunden nutzten dessen Dienste. Sohn Wilhelm, 1883 geboren, übernahm die Firma.

Er führte die Firma nicht nur durch zwei Weltkriege, durch Inflation und Weltwirtschaftskrise, sondern erhielt von den Sterkradern auch einen liebevoll-humorvollen Spitznamen: „Der kleine Krupp“ wurde der erfolgreiche Eisenwarenhändler genannt. Daran erinnern sich viele ältere Sterkrader heute noch. Es gibt sogar einen Brief von 1951, adressiert an „Der kleine Krupp“, Sterkrade-Mitte.

1954 übernahm dessen Sohn Willi in dritter Generation den Betrieb und führte ihn mit seiner Frau Rita durch Höhen und Tiefen. Die Fläche der Schlosserei in der Kantstraße wurde schließlich zu klein, der Laden an der Steinbrinkstraße platzte aus allen Nähten. So kam es, dass die Schlosserei geschlossen wurde und an gleicher Stelle 1986 das Geschäft in den Neubau umzog: Spickermann ist seitdem am Kleinen Markt präsent und empfängt hier Kunden, die Haushaltswaren mit Qualität suchen (Töpfe, Backformen und Pfannen zum Beispiel), aber auch Wohnaustattung wie Kissen, Decken, Deko-Artikel.

In vierter Generation

In vierter Generation führen seit 1994 Monika Stietzel, die Tochter von Willi Spickermann, und ihr Mann Jörg die Regie im Sterkrader Traditionshaus. Jörg Stietzel stammt aus Rendsburg (Schleswig-Holstein). Seine Eltern hatten ein Geschäft in der gleichen Branche wie die Spickermanns. Da fanden sich also zwei, die wirklich zusammengehören und das „Händler-Gen“, wie Monika Stietzel formuliert, in sich tragen. Und das über Generationen hinweg, denn auch Jörgs elterlicher Betrieb in Rendsburg war schon 1925 gegründet worden. Ab 2. November gibt es nun in Sterkrade ein Jubiläumsprogramm mit Tombola. Am 6. November ist das Geschäft beim verkaufsoffenen Sonntag (13-18 Uhr) dabei. Auch dann gibt es wieder fachkundige Beratung zu allen Waren. Auf diese Stärke setzen sie mit ihrem ganzen Team. Carl hätte es einst genauso gemacht.

 
 

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