Erobern Dinos bald den Revierpark in Oberhausen?

Solche Dinosaurier-Figuren könnten den Revierpark bald schmücken.
Solche Dinosaurier-Figuren könnten den Revierpark bald schmücken.
Foto: WR
Investor sorgt mit außergewöhnlicher Idee für Aufsehen: Urzeitpark im Grünen. Gesellschafter prüfen Pläne in aller Heimlichkeit.

Oberhausen. Um den in die Jahre gekommenen und defizitären Revierpark Vonder­ort wieder auf Vordermann zu bringen, sind gleich mehrere Investoren mit Ideen vom Kletterpark bis zur Minigolfanlage bei den Gesellschaftern vorstellig geworden.

Würde dem wohl spektakulärsten Investorenvorschlag entsprochen, könnten nach WAZ-Informationen sogar Urzeitechsen in dem nördlichen Wald des Vonder­orter Geländes an der Stadtgrenze von Bottrop und Oberhausen beobachtet werden.

Meterhoher T-Rex zwischen Bäumen

In aller Heimlichkeit prüfen die drei Gesellschafter des Revierparks (RVR, Oberhausen, Bottrop) derzeit Pläne zu einem regelrechten Dinosaurier-Park. Demnach sollen meterhohe, möglichst echt gestaltete Figuren – vom Angst einflößenden T-Rex bis zum pflanzenfressenden Triceratops – zwischen Bäumen und Büschen stehen. Besucher aus der ganzen Region sollen so in den derzeit nur von Spaziergängern genutzten Norden des Parks gelockt werden. Saunalandschaft, Sole- und Freibad sowie Freizeithaus und Veranstaltungsfläche im Süden blieben erhalten.

Das gleiche Konzept war 2013 nach jahrelanger Planung in Bergkamen wegen zu hoher Umweltauflagen gescheitert. Ideengeber war und ist Peter Montero Küpper. Begeistern von seinem Konzept konnte er bereits Fachleute zweier Universitäten, die bei der besonders echten Darstellung der Dinosaurier halfen.

Als Teilinvestor und Geschäftsführer der „Dinosaurier-Park NRW GmbH“ klopft Montero Küpper derzeit an mehrere Rathaustüren. Der Revierpark sei eine besonders interessante Fläche, sagt der Geschäftsmann: „Wir hätten dort ausreichend Platz, Wege sind bereits vorhanden und eine gute Infrastruktur liegt vor.“

Alle Lösungen müssen sich selbst tragen

Das Konzept näher kommentieren wollen weder der Regionalverband-Ruhr (RVR) noch die Stadt Oberhausen als zwei der drei Gesellschafter der Revierpark GmbH. Die Pläne seien noch nicht ausgegoren, heißt es von allen Seiten. Dezernentin Elke Münich, die für die Stadt Oberhausen in der Geschäftsführerrunde des Revierparks sitzt, sagte, sie freue sich generell über jede Idee für den Revierpark. „Alle vorgeschlagenen Lösungen müssen sich allerdings selbst tragen und sie müssen auch zum Revierpark passen.“

Dem RVR behagen solch außergewöhnliche Vorschläge durchaus: „Wir sind ja gerade auf der Suche nach neuen Ideen für die Revierparks“, sagt ein Sprecher. Denn die vor 40 Jahren eingerichteten grünen Oasen in den Zechenstädten sind verlustreiche Zuschussgeschäfte. Vonderort etwa wird jedes Jahr von den Gesellschaftern mit knapp einer Million Euro über Wasser gehalten – Oberhausen zahlt etwa 300.000 Euro.

Weil Rücklagen aufgezehrt werden, verliert der Revierpark an Wert. Während der RVR seine Beteiligung 2006 noch mit 3,3 Millionen Euro bewertete, liegt sie jetzt bei knapp zwei Millionen Euro.

 
 

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