Elf Spielplätze im Norden von Oberhausen stehen vor dem Aus

Auch der Spielplatz am Römerwall steht auf der Schließungsliste.
Auch der Spielplatz am Römerwall steht auf der Schließungsliste.
Foto: Christoph Wojtyczka
  • Um Kosten zu sparen, hat die Stadt eine Schließungsliste für Spielplätze erstellt
  • Elf der 16 benannten Flächen liegen im Oberhausener Stadtnorden
  • Das größte Einsparpotenzial bietet die Anlage am Römerwall

Oberhausen-Nord.  Um Geld zu sparen, plant die Stadt Oberhausen, Spielplätze zu schließen. 16 Flächen sind insgesamt benannt, die meisten davon liegen im Norden der Stadt. Elf Areale sind hier betroffen, die restlichen fünf Spielplätze liegen jenseits des Rhein-Herne-Kanals auf südlichem Stadtgebiet.

Im Norden betroffen sind die Spielplätze in der Emscherau, an der Tonderner und der Bachstraße, am Römerwall, an der Graf-vom-der-Markstraße, der Oranien-/Ecke Norbertstraße, an Eimersweg und Uhlensterz, am Haferkamp, der Mergel- und der Elpenbachstraße.

Das größte Einsparpotenzial hat dabei die Anlage am Römerwall. Zu den 300 000 Euro, die sich die Stadt aus der Vermarktung der Fläche verspricht, kommen jährliche 7 735 Euro, die die Verwaltung an Unterhaltungskosten sparen würde. Einmalig investieren müsste die Stadt rund 5 270 Euro, um die Spielgeräte am Römerwall zurückzubauen. Ein vergleichsweise kleiner Spielplatz ist die 315 Quadratmeter große Fläche an der Elpenbachstraße. Hier würde die Stadt im Jahr Kosten in Höhe von 1 984 Euro sparen. Der Rückbau der Spielgeräte ist gemessen an den Einsparungen recht hoch: Mehr als 10 000 Euro müsste die Stadt berappen.

Nachbarstädte zahlen weniger

Grundlage für die Pläne ist eine Entscheidung des Rates aus dem Jahr 2012. Damals hat die Politik entschieden, im Rahmen des Haushaltssanierungs-Plans auch die Spielplätze auf Spar-Möglichkeiten zu untersuchen. Nach Analysen und Erhebungen liegt das Ergebnis mit dem sogenannten „Spielraumentwicklungs-Konzept“ nun im Entwurf vor.

Grundsätzlich sieht die Stadt eine „gute und qualitativ hochwertige Versorgung mit öffentlichen Spielplätzen“. Zu dem Ergebnis sei auch die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) gekommen. Dringenden Handlungsbedarf sehe die GPA nicht, Oberhausen müsse sich aber mit der demographischen Entwicklung auseinandersetzen und die Anzahl sowie die Größe der Spielplätze genau untersuchen.

Ein Blick in die Nachbarkommunen macht das Einspar-Potential deutlich: Die Städte Duisburg, Mülheim, Essen und Gelsenkirchen zahlen für die Unterhaltung ihrer öffentlichen Spielflächen im Durchschnitt weniger als Oberhausen. Ziel der Stadt ist eine „dauerhafte Ersparnis in den Unterhaltungskosten“. Insgesamt 75 936 Euro würde die Stadt laut zuständiger Oberhausener Gebäudemanagement (OGM) GmbH im Jahr durch die Schließungen sparen. Dem gegenüber stehen die einmaligen Kosten für den Rückbau der Spielplätze in Höhe von insgesamt 76 326 Euro.

 
 

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