Der Wahlkampf ist eröffnet

Anja Kösling (SPD) wirbt um Stimmen im Bezirk Sterkrader Heide in Oberhausen. Sie verweist auf ihre politische Erfahrung. Urnengang ist am 1. Februar.

Oberhausen.. Anja Kösling ist im Wahlkampf-Modus: Im Wahlbezirk Sterkrader Heide verteilt sie Flyer an alle Haushalte, spricht mit Bürgern, ist im Kontakt mit Vereinen und Verbänden, um auf sich und die am 1. Februar stattfindende Neuwahl aufmerksam zu machen. Die Sozialdemokratin hofft, den Bezirk zu holen und für die SPD in den Rat einziehen zu können.

466 ungültige Stimmen

Bei der regulären Wahl im vergangenen Mai hatte der CDU-Kandidat Hans-Bernd Lösken überraschend mit 37 Stimmen vor Kösling gewonnen. Allerdings wurden in einem Wahllokal stundenlang Wahlzettel mit falschem Namen herausgegeben – 466 Stimmen, die für ungültig erklärt wurden. Lösken verzichtete auf eine nochmalige Kandidatur, für die CDU kandidiert nun Helmut Bennewa.

Ein Verzicht kam für Kösling nie in Frage. „Ich habe mich damals zur Wahl gestellt und tue das wieder.“ Sie sieht sich hier auch in der Pflicht – „der Partei gegenüber und den Wählern“.

Ganz auf ihre Person und die Belange des Wahlkreises bezogen werde die SPD den Wahlkampf führen. Die Vereine und Institutionen vor Ort, Verkehrsfragen, Probleme und Anregungen der Menschen stünden im Zentrum. Als Pluspunkt verweist Kösling auch auf ihre politische Erfahrung. Bereits zum zweiten Mal hat sie den Einzug in die Sterkrader Bezirksvertretung geschafft. Zudem ist sie als sachkundige Bürgerin im Schul- und im Sozialausschuss sowie im Ausschuss für Gleichstellungsfragen und im Behindertenbeirat aktiv. Dabei bringt die 48-jährige Sparkassenangestellte auch eigene Erfahrungen ein. Beispiel Inklusion: Als Mutter eines 19-jährigen Sohnes, der mit einer körperlichen Behinderung geboren wurde, setzte sie sich schon früh für den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern ein. „Als ich meinen Sohn in der Grundschule anmeldete, gab es das Wort Inklusion wahrscheinlich noch gar nicht.“

Kontakt zu den Menschen

Kösling ist davon überzeugt, dass sie die Lebenslagen der Menschen, die sie wählen sollen, kennt. „Durch meinen Sohn Lukas kam ich mit ganz vielen Initiativen, Beiräten und Vereinen in Kontakt. Klassen- und Kurspflegschaften, Presbyterin in meiner Gemeinde, Fußballverein, Karneval und Schützenverein“, listet sie eine ganze Reihe von Kontakten auf. Ob sie am 1. Februar tatsächlich aber die Nase vorn haben wird, ist schwer zu sagen. Das hängst wohl auch von der Wählerbeteiligung ab. Im Mai lag sie bei 50 Prozent.

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