Caritas setzt auf Kita-Ausbau

Stephanie Weltmann
Das „Regenbogenland“ erhält neben Hausmannsfeld und Arndtstraße nun in Rothebusch einen dritten Standort.
Das „Regenbogenland“ erhält neben Hausmannsfeld und Arndtstraße nun in Rothebusch einen dritten Standort.
Foto: WAZ FotoPool
Eltern überrennen Verband mit Anmeldungen für erste Regelgruppen. Rothebuscher Kindergarten öffnet am 7. Januar – Randzeitenbetreuung ist Thema.

Oberhausen. Der Caritasverband hat mit seinen ersten Regelkindergartengruppen, die im Januar neben dem ehemaligen Rothebuscher Waisenhaus in neuen Räumen eröffnen werden, offenbar den richtigen Schritt getan: Einen Monat, bevor die beiden neuen Gruppen unter dem Dach des Caritas-Kindergartens „Regenbogenland“ überhaupt an den Start gehen, haben die Nachfragen nach Betreuungsplätzen das tatsächliche Angebot von 47 Plätzen mir über 60 Anmeldungen übertroffen.

Caritasdirektor Werner Groß-Mühlenbruch diskutiert in seinem Verbandsteam nun die mögliche Einrichtung weiterer Gruppen im Stadtgebiet: „Wir stellen vor allem in den Randzeiten, bei Eltern, die Schichtarbeit machen, einen hohen Betreuungsbedarf fest.“

Kinder mit und ohne Förderbedarf

Am 7. Januar wird der neue Caritas-Kindergarten in Rothebusch seine Türen öffnen, Eltern bringen ihre Kinder sogar aus der City, aus Schmachtendorf und Dellwig nach Rothebusch. Vier neue Stellen hat der Oberhausener Verband geschaffen. Die Mitarbeiter arbeiten aktuell zusammen mit Kristina Meinerz, Leiterin des Regenbogenlands, das Kita-Konzept aus. Im Zentrum stehen unter anderem Umweltbildung, Bewegungserziehung und Aspekte der erneuerbaren Energien. Gleichzeitig ist das Rothebu­scher Angebot inklusiv: Drei Kinder mit einem besonderen Förderbedarf werden die Einrichtung besuchen.

Besonders groß war die Nachfrage nach Plätzen für Kinder unter drei Jahren, berichtet die Caritas. Diese könne der Verband zum Jahresbeginn in Rothebusch aber nicht anbieten. Der Grund ist, dass die beiden dortigen Gruppen während des laufenden Kindergartenjahres eröffnet werden, notwendige Mittel für U3-Plätze in Oberhausen aber bereits anderweitig eingesetzt sind. „Das schließt nicht aus, dass dort zum neuen Kindergartenjahr 2013 U-3-Plätze angeboten werden können“, sagt Klaus Gohlke, Leiter des kinderpädagogischen Dienstes der Stadt. Die aktuellen Bedarfspläne würden derzeit erstellt. Groß-Mühlenbruch sagt deutlich: „Wir erfüllen alle Voraussetzungen für U-3.“

Der neue Kindergarten ist der dritte Standort für das Regenbogenland, das an der Arndstraße und im Hausmannsfeld heilpädagogische, integrative und Sprachheilgruppen anbietet. Einzelne Teile des Umweltkonzepts aus Rothebusch, das kündigt Guido Ernek vom Caritas-Bereich „Schule und Familie“ an, sollen auch an die bestehenden Standorten übertragen werden. „Der Umweltschutz muss uns alle beschäftigen. Man erhält nur das, mit dem man umzugehen gelernt hat “