Anwohner in Oberhausen-Sterkrade klagen über Straßenlärm

Über die Neumühler Straße fahren jeden Tag mehrere Tausend Autos, Anwohner klagen über den zunehmenden Lärm.
Über die Neumühler Straße fahren jeden Tag mehrere Tausend Autos, Anwohner klagen über den zunehmenden Lärm.
Foto: FUNKE Foto Services
Immer mehr Autos und Busse, Raser bei Nacht: Die Neumühler Straße in Oberhausen-Sterkrade sei zu laut, klage Anwohner. Sie fordern Tempo 30.

Oberhausen.. Gut, die Neumühler Straße hinter dem Sterkrader Bahnhof ist alles andere als eine beschauliche Seitenstraße. Doch der Verkehrslärm an der Hauptstraße habe in den vergangenen Jahren nochmals deutlich zu genommen, klagen Anwohner. So deutlich, sagen Experten, dass die Lärmbelastung schlecht für die Gesundheit ist.

Im Rathaus ist man gesprächsbereit: Geprüft wird laut Bauamt, ob das Tempo reduziert, die Straße verbessert oder sogar ein Kreisverkehr gebaut werde könne.

Immer mehr Autos

Uwe Schlinkert lebt seit 1995 an der Neumühler Straße. Der 54-Jährige steht in der Nachmittagshitze am Wahlkampfstand, den das Sterkrader SPD-Team um OB-Kandidat und Kämmerer Apostolos Tsalastras aufgebaut hat. Auch Schlin­kert ist gekommen. Über eine Stunde wird über den Verkehrslärm diskutiert. Oft müssen die Sterkrader recht laut sprechen, um Fahrgeräusche zu übertönen.

„Es sind einfach immer mehr Au­tos geworden“, sagt der Sterkrader. „So viele Busse, die nach Stadtmitte, Buschhausen oder Holten fahren, kommen hier vorbei.“ Besonders nachts und an den Wochenende kommt noch eine andere Lärmquelle hinzu, wie Marta Tomaszun (29) und Nachbarin Yvonne Laake (32) berichten: Technisch und optisch aufgemöbelte Kleinwagen heizten mit besonderer Lautstärke über die Straße. „Um 19 Uhr fängt es meist an“, sagt Laake. Die dreifache Mutter lebt mit ihrer Familie seit zwei Jahren in Sterkrade. An der Ampel zur Mecklenburger Straße werde häufig getestet, wer schneller fährt.

Die Anwohner setzen sich für Tempo 30 auf der Neumühler Straße ein. Gegen den Lärm, aber auch zum Schutz der Kinder. Eine Grundschule ist in der Nähe.

Das Bauamt soll nun prüfen, ob auf der Hauptstraße zumindest Tempo 40 eingeführt werden kann. „Die Neumühler Straße ist eine Hauptstraße, das müssen wir mit der Bezirksregierung klären“, sagt SPD-Kandidat Tsalastras. Auch das Nahverkehrsunternehmen Stoag werde beteiligt.

Mit Blitzern gegen Raser

Konkret sagt Tsalastras zu: „Gegen die Raser wollen wir städtische Blitzer aufstellen.“ Aussicht macht Bernhard Klockhaus vom Tiefbau-Bereich auch auf einen besonderen Asphalt, der kleinere Poren hat und Verkehrslärm mindert. Möglich sei auch der Bau eines Kreisverkehrs an der Mecklenburger Straße. „Wir haben gute Erfahrungen mit Kreisverkehren gemacht, mit denen der Verkehrsfluss verbessert werden konnte.“ Bei so ei­ner Baumaßnahme sei es möglich, Lärmschutzfenster an den Wohnhäusern zu fördern.

 

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